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dcutcndercn Kirchen, das Brechen eines Besitzstandes, an welchen mehroder weniger die Subsistenz vieler Personen geknüpft ist. Allein die Kirchesoll nun einmal keine Vcrsorgungsanstalt für dürftige Musikanten sein;höchstens bedenke man in irgend einer Weise die im Dienste Ergrauten;aber bloße Hoffnungsrechte zu respectircn, dafür wiegen doch die cntgegen-stehendcn Rücksichten zu schwer; ein Recht, das Hochamt durch ein Concertzu stören, ja zu entweihen, hat auf Anerkennung keinerlei Anspruch. Alsein wirksames Mittel gegen den übergroßen Zudrang von Dilettanten em-pfiehlt sich die, übrigens auch an sich durchaus angemessene Vorschrift, daßdieselben nur im Chorhemde mitsingen dürfen. Es kann aber nicht zu oftund zu nachdrücklich darauf hingcwicscn werden, wie nothwcndig es ist,in die rechte Bahn wieder cinzulenken, den Kathedralen, welche ihre ur-sprüngliche architektonische Pracht vor. unseren Augen wieder entfaltensollen, auch ihre Stimme zurückzugeben, jene Stimme, die so viele Gene-rationen erhoben und erschüttert hat und die nothwcndig mit den Sculptu-ren, Bildern und Farbcnfenstern in Einklang stehen muß. Die Kirche for-dert vor Allem Einheit.
Der Küster.
Der Küster ist Diener in der Kirche, und zwar deren unterster Diener.Mancher hält dies vielleicht für so selbstverständlich, daß er sich darüberwundert, cs hier ausgesprochen zu finden. Wenn man dagegen sieht, inwelcher Art viele Küster sich in ihrer Kirche gebenden, so liegt allerdingsdie Vermuthung nahe, daß sie wenigstens von der Ansicht ausgehen, essei dieselbe eine von ihnen zu erploitircnde Domäne. Besonders ist diesder Fall in solchen Kirchen, welche durch ihre Merkwürdigkeiten oder ihreKunstschätze viele Fremden anzichen. Es gewinnt da in der That nichtselten den Anschein, als ob cs sich von einer gegen Entree zugänglichenGalerie oder Kunstkammer handle, die nebenbei auch wohl zu gottesdienst-lichen Zwecken benutzt werde. Zunächst ist dafür gesorgt, daß die Sehens-würdigkeiten strenge unter Verschluß gehalten werden. So sind z. B. inBelgien fast alle werthvollen Kirchcngcmäldc mit Vorhängen versehen, welchenur mittelst eines Trinkgeldes sich wegschieben, ja man läßt wohl sogardie Fremden durch mehrere Hände passircn, um sie eben so oft besteuern zu
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