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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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sicismirt. Was sich auch alles vom theoretischen Standpunkte aus dafürsagen läßt, ihr praktischer Nutzen steht keinesfalls im Verhältnisse zu demdafür erforderlichen Kostcnaufwande; höchstens mögen Städte erster Größesich solchen Lurus gestatten. Dahingegen wird der Christ, welcher an dieKraft des Gebetes für die Abgestorbenen glaubt, wohl lieber eine Capellein der Nähe der Gräber sich erheben sehen, freilich aber keine im Moschcen-style errichtete, wie die auf dem Kirchhofe zu Frankfurt am Main. Nachdem Begräbnisse können die Leidtragenden hier im stillen Gebete verweilen;überhaupt aber gewährt eine solche Capelle einigermaßen Ersatz für diefehlende Kirche. Die schöne christliche Sitte, am Allcrseelentagc zu denGräbern hinzuwallfahren, würde endlich durch einen Gottesdienst in derCapelle an Halt und Bedeutung gewinnen. An vielen Orten ist csbereits dahin gekommen, daß die Lcichcnzüge stets an den Stadtthorenumkchren und der Todtengräbcr mit ein paar vereinzelten Begleitern allesWeitere besorgt. Ist das vielleicht auch ein Symptom einer fortgeschritte-nen Civilisation? Wir lernen so viel Unnützes und Schädliches vonden alten Heiden; lernen wir von ihnen auch wieder Pietät für unsereTodten, wenn wir auf die Mahnungen des Christenthums zu hören etwanicht geneigt sein sollten.

Das Kloster.

Nachdem die Stürme der Völkerwanderung vorübergcbraust waren undfast allcrwärts nur noch Trümmer und Aschenhausen die Stellen bezeichnc-tcn, wo die Städte und Villen, über welche das Gottesgericht ergangen,geblüht hatten, da begann das bis dahin vorzugsweise in der geistigenAtmosphäre, gleichsam als Ferment, wirksam gewesene Christcnthum auchim Gebiete der materiellen Interessen und Erscheinungen die ganze Fülleseiner plastischen Kraft zu entfalten. In mächtigem Lcbenstriebc bildetesich die Kirche eine ihrem inneren Wesen entsprechende Organisation,welche sich allmählich alles in ihren Bereich Gehörige aneigncte, indem siees umbildete: man sagt gewiß nicht zuviel durch die Behauptung, daß diegesummte europäische Cultur solchergestalt unter ihrer Hand erwachsen ist.Eines ihrer Hauptwcrkzcugc aber waren die, mit ihren Anfängen bis indie thebaische Wüste und die Einsicdlcrhöhlcn zurückreichendcn geistlichen