Vorrede.
gegenwärtige Schrift ist zunächst darin von der im Laufe desvorigen Jahres unter gleichem Titel erschienenen verschieden, daß letzterestatt 3 Tafeln, deren 3l enthält. Da die Abbildungen das Buch sehr vcr-theuern, so wurde vielfach der Wunsch nach einer solchen Ausgabe laut,bei welcher der Gesichtspunkt »maßgebend wäre, daß dieselbe nur den Zweckeines Handbuches und nicht auch zugleich den eines Musterbuches erfülle.Bei Veranstaltung dieser besonderen Ausgabe habe ich die Gelegenheit nichtungenutzt lassen können, den Text zu verbessern und mit vielfachen Zusätzenzu vermehren, sowie denn auch dem „Glossar" dermalen eine weitere Tafelbcigegcbcn ist.
Obgleich solchergestalt nunmehr auf die Ucbung der Kunst wenigerRücksicht genommen ist, so glaube ich dennoch nach wie vor sagen zu dür-fen, daß die Tendenz der Schrift eine vorzugsweise praktische ist, undsie sich dadurch wesentlich von fast allen anderen Schriften über christlicheKunst unterscheidet, daß sie allerwärtS den Schwerpunkt in das Könnenund nicht in das Wissen legt, daß sie überall darauf hinwcist, was manzu thun und was man zu lassen hat. Ich weiß es wohl: die rechteUebung setzt die rechte Erkcnntniß voraus; cs kann aber auch eben so wenigvon der andern Seite gcläugnct werden, daß zwischen beiden ein gewissesVcrhältniß obwaltet, welches ihre Wirksamkeit wesentlich bedingt und nichtungestraft außer Acht gelassen wird. Meines Erachtens ist nun der aufdiesem Verhältnisse beruhende Einklang im höchsten Maaße gestört. Wäh-