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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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wandstückc zuzuwcndcn sein; statt dieselben beispielsweise zu verpacken undcinzuschließen, hänge man sie einzeln, so weit es nur immer thunlich ist,sxci hin, und zwar in einem möglichst trockenen Locale; auch ist cs räth-lich, alles Dcrarrige nicht ganz außer Gebrauch zu setzen, selbst wenn esschadhaft sein sollte. Will man Herstellungen daran vornehmen lassen, sogeschehe dies mit großer Umsicht und von durchaus kundiger Hand; imZweifel restaurire man auch hier lieber zu wenig, als zu viel. Ein altes,selbst beschädigtes Meßgewand thut der Würde des Kultus wahrlich keinenEintrag. Ucbcrhaupt gereicht Allem, was Letzterem dient, das Alter eherzur Zierde; die Kirche hat auch eine historische Bedeutung, deren Re-flexe, wo immer sic hcrvortretcn mögen, sorgsam gewahrt, wenigstens nichtohne Noch verwischt werden sollten.

Kirchliche Musik.

Mehr als irgend ein anderer Kunstzweig ist die Kirchenmusik ein inte-grirendcr Theil der Liturgie und an ihre Regeln gebunden. In einem jedenBauwerke kann immerhin der Gottesdienst noch ganz würdig gefeiert wer-den; durch einen unkirchlichcn Gesang dahingegen wird sein ganzer Charak-ter entschieden beeinträchtigt. Der Gesang, die Musik, dienen wesentlich zurVermittlung des richtigen Verständnisses der liturgischen Handlungen; siesind gewissermaßen die gesteigerte, in eine höhere Sphäre gehobene Rede.Auf ihrem Gebiete darf daher am wenigsten das'individuelle Ermessen odergar reine Willkür herrschen; an sie vor Allem ist die Anforderung derWahrhaftigkeit im höchsten Sinne des Wortes zu stellen, d. h. sic mußüberall der Ausdruck des innersten Wesens der Kirche sein, welcher sie dient.Da aber wohl Niemand einen tieferen Einblick in dieses innerste Wesenhaben kann, als die Kirche, selbst, so läge cS schon um deswillen und ab-gesehen von allen positiv verpflichtenden Satzungen sehr nahe, an das in-dividuelle Belieben oder den grade herrschenden Zeitgeschmack den Maßstabjener Autorität zu legen. Dadurch aber kommt man zu dem unabwcis-lichen Ergcbniß, daß der altkirchliche Choral, der gregorianischeGesang zugleich den Ausgängs- und Mittelpunkt für unsere kirchlicheMusik bilden muß. Zuerst fcstgestellt durch den gottbcgcistcrten Papst Gre-gor den Großen in seinem Antiphonarium wurde er von Land zu Land,von Generation zu Generation sortgcpflanzt und fand auch selbst an Welt-