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Maskircn ist fehlerhaft, nachtheilig, unwürdig und öffnet der Pfuscherei Thürund Thor. Es sind mir Entwürfe von Dorfkirchen zu Gesicht gekommen, derenAußenwände mittelst in denzolldickcn Mörtel cingcschnittcner Fugen einen Qu a-dcrbau affcctirten, während sie im Ucbrigcu wahre Bilder des Jammers wa-ren! Solche Stümper-Ercrciticn verbitte man sich wenigstens, wo es sich umkirchliche Zwecke handelt, mit welchen die Lüge am wenigsten verträglich ist.
Restaurationen.
Während der Blüthezeit der christlichen Baukunst verfuhr man nichtselten mit den Werken der Vorgänger in hohem Grade rücksichtslos. Jederneue Styl trachtete sofort nach Alleinherrschaft; ohne Schonung zerstörtenund veränderten die Meister des gothischen Styles die Werke des romani-schen. In diesem Punkte haben wir die Alten nicht nachzuahmen, undzwär um so weniger, als wir uns auf die Rcchtfcrtigungs- oder doch Ent-schulbigungsgründc, welche ihnen zur Seite standen, nicht berufen können.Vor Allem waren sie in Wahrheit schöpferische Geister, der höheren Ent-wickelungsstufe ihrer Kunstweise sich durch und durch — und zwar mitvollem Rechte — bewußt; sic übten eine lebende Kunst, die unter ihrerHand frei nach den Eingebungen ihres Genius sich gestaltete, ohne darumdoch jemals der Gesetzlosigkeit anheimzufallcn. Die Menschen, die Dinge,die Verhältnisse — kurz Alles traf in jener Zeit zusammen und half sich ge-genseitig, um die Schöpfungen zu ermöglichen, die selbst da, wo sie bereitsden Verfall an der Stirne tragen, noch durch ihre Originalität und for-male Vollendung dem Auge wohlthun. Dank der austrocknendcn Wirkungder auf das heidnische Altcrthum gepfropften modernen „Wissenschaftlich-keit", ist alle schöpferische Kraft, alle Energie der formgcbcnden Intelligenznach und nach geschwunden; mehr oder weniger geschickte Nachahmungenund gelehrte Pensa ohne alle Lebcnswärme, heute in gricchclndcr, morgenin römelnder Art, ein anderesmal dem Eklekticismus huldigend — das istAlles, was, im Allgemeinen gesprochen, unsere Zeit noch zu Tage zu för-dern im Stande ist. Nach den immer zahlreicher und deutlicher hcrvortrc-tendcn Symptomen..wendet cs sich zwar allerdings wieder entschieden zumBesseren; allein bis zur vollständigen Wicdcrgcncsung ist noch eine guteStrecke Weges hin; wir haben noch , manchen Rückschritt zu machen, eheans Vorwärtsschreitcn zu denken ist; bis cs dazu kommt, müssen wir noch