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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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Einleitung.

Äie vielen scheinbaren Niederlagen der Wahrheit, welche nns dieGeschichte, insbesondere die Geschichte der Kirche, darbictct, haben sich imVerfolge stets als eben so viele Siege des Guten über das Böse hcraus-gcstellt, ja man kann fast sagen, die Wahrheit sei nie dem Siege näher, alswenn cs das Ansehen gewinnt, als ob die Lüge oder der Jrrthum ihr eineTodeswunde versetzt hätten: aus den Ruinen, welche sie angchäuft, sehenwir stets die Krcuzcsfahne triumphirend hörvorgchcn. Diese Siege sind zu-nächst dem Beistände Desjenigen bciznmcsscn, welcher verheißen hat, beiseiner Kirche zu bleiben bis ans Ende der Tage. Allein Gott bedient sichdabei meist der gewöhnlichen Werkzeuge; er hebt die menschliche Freiheitnicht auf; er unterstützt sic vielmehr durch seine Gnade zum Widerstandgegen den Feind, den äußeren und den inneren. Da dieser Feind indeßniemals rastet, so bleibt die Kirche hicniedcn immer eine streitende; ihr Urbild,tritt, so weit dessen Verwirklichung durch menschliches Mitwirken bedingtist, nirgendwo vollständig in die äußere Erscheinung; Leidenschaften undGebrechen mancher Art verdunkeln cs bald mehr, bald weniger.*; So istdenn auch, bei den Wechselbeziehungen zwischen den Organen der Kirche undder Welt, welche Elftere zu heilen und zu heiligen den Beruf hat, allezeit dieGefahr vorhanden, daß jene Organe selbst in Mitleidenschaft gezogen undihrer Natur entfremdet werden. In wie weit die Vermittlung der Erlö-sungsgnade eines sinnlichen Trägers und einer äußeren Form bedarf, tretenauch die Bedingungen der Sinnlichkeit hervor und machen sich geltend. InAnbetracht dieses Verhältnisses hat die Kirche von jeher sorgsam über die

*)Oniliis pei'lectio in liac viln cjnanilnm imiieiteclionem Mi Iialiet nnnexinn".IIi. a Knmpis Im. Liir. I. 3.

2 . Aufl.

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