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Achtuhr für Achteck. In den mittelalterlichen Grundrissen spielt das „Achtort''eine besondere Rolle.
Paß: (Drcipaß, Abb. 9, Vierpaß, Mehrpaß) durch Zirkelschläge gebildeteFormen des Maaßwerkes (s. d. W.) in Gestalt von Dreiblättern, Vier-,Fünf- und Mchrblättcrn.
Pfeiler: (Abb. 11), (in christlichen Bauwerken^ freistehende, zum Tragender Bogen, Gewölbe und sonstigen Ucberdachungcn bestimmte Glieder. Währenddie Säule (s. d. W.) ein nach feststehenden Verhältnissen gestalteter, in sich ge-schlossener Organismus ist, ^erstattet der weniger selbstständige Pfeiler jede Frei-heit, welche der Zweck und der Charakter des ganzen Baues erfordern. An demvorchristlichen Tempel, der wesentlich Außcnbau war, bildete die Säule das Haupt«architckturstück, wohingegen der, vorzugsweise dem Jnnenbau dienende Pfeiler sich,wie bemerkt, in jeder Hinsicht mehr dienend verhält und daher in den verschie-densten Gestaltungen und Proportionen vorkommt, vom schwerfälligen vicreckigtenPfeiler ans Mauerstein bis zum zierlich-schlanken Bündel hinauf, der elastisch wieein Springqucll aus dem Boden aufstcigt und seine Strahlen über das Gewölbehin ausbrcitet. Weder der Fuß noch das Capitäl, beziehungsweise der Kämpfer(s. d. W.) sind wesentliche Bcstandthcilc des Pfeilers; wo dieselben Vorkom-men, zeigen sic gleichfalls die verschiedenartigsten Formen und Ornamente. In derMitte zwischen dem gothischcn Pfeiler und der antiken Säule, jcdoeb der letzterennäher, steht die romanische Säule meist mit attischer Basis (eine Hohlkehlezwischen zwei wulstförmigcn Ringen auf einer Platte oder Plinthc). Cha-rakteristisch für diese Säulcngattung ist noch das Eckbla kt, welches auf denvier Ecken der Platte liegt und sich an den untern Wulst anschlicßt. Die Ca-pitälc sind der Regel nach entweder sogen. Würfclcapitälc (ein unten ab-gckantetcr und zugcrundetcr Würfel) oder freie Nachbildungen des korinthischenCapitäls. Der antike Pfeiler, Pilaster, schließt sich, corrcspondircnd denSäulen, an die Mauer an, indem er letzteren ihre Verhältnisse und Verzierungenentlehnt. — (Vgl. noch Strebepfeiler).
Pfosten: (Abb. 9 b.) Stäbe von Stein, durch welche die großen Fensterdes gothischcn Sthls in mehrere Compartimentc abgcthcilt werden und die obenin der Bogenöffnung des Fensters in das Maaßwerk (in der Stcinmetzspracheauch wohl schlechthin „Formen" genannt) übergehen, welches diese Oeffnung mitOrnament ausfüllt. Bei mehrtheiligcn Fenstern sind die Pfosten häufig vou ver-schiedener Stärke, so jedoch, daß der schwächere (der „junge") in dem stärkeren(der „alte") Pfosten enthalten ist und nur einen Abschnitt desselben bildet. In ,ähnlicher Art unterscheiden fick auch die sogen. Di cnste (d. h. aus dem Kerne, der Pfeiler hcrvortretcnde Halb- oder Drciviertclssäulcn, auf welchen oben dieBögen und die Rippen ruhen und die den sogen. Pfeilerbündel ausmachenhelfen), in alte und junge Dienste.
Platte: s. Pfeiler.
Plättchen: s. Hohlkehle.
Plinthc: s. Pfeiler.
Pilaster: s. Säule und Pfeiler.
Postament: s. Säule.
Radfenstcr: (Abb. >2), (Rosette) runde, durch spcichcnartigc Stäbe inverschiedene Abthcilungcn zerfallende Kirchenfenstcr. Dieselben kommen vorzugs-weise an den Gicbclseiten oberhalb der Portale vor und werden vom 13. Jahr-
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