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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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Kreuzfcld: (Vierung), das durch die Durchschueidung des Langhausesund des Querschiffes gebildete Fcld.

Kreuzw crk: a. Stcinmctzcn-Ausdruck für Krcuzschiff, Transcpt, Qucrschiff.

Lauterue: kleinerer, meist kuppclartigcr Thurm auf dem Durchschnitts-punkte oder auf der Höhe einer großen Kuppel, welcher vorzugsweise dazu be-stimmt ist, Licht in das Innere cinzulasscn.

Laibung: (Leibung) s. Bogen.

Leib: s.Fiale.

Lichtgaden: s. Trisorium.

Ma breit: Steinmctzcn-Ausdruck für Chablonc.

Maaßwcrk: (Abb. 8), im weitern Sinne, alle diejenigen Constructions-thcile, in welchen die streng geometrische Gestaltung vorherrschend war, im Ge-gensatz zumPflanzcnwerk" (das französische ma^on und das englische masonhängen wohl damit zusammen); im engeren Sinne, Combinationcn von geome-trischen Figuren, besonders Kreisen und sogen. Pässen <s. d. W.) zur Füllungleerer Zwischcnräumr z. B. des obcrn Thcilcs der Fensteröffnungen (s. Fenster),der Geländer, der Wimbcrgc u. s. w. Die Profilirung (der Umriß) dieser Glie-der ist sehr sinnreich auf die wechselnden Verbindungen jener Figuren und ihreFunctioonen berechnet, überhaupt gehört das Maaßwcrk zu den charakteristischstenEigcnthümlichkciten des gothischen Styls. Die complicirtercn, insbesondere diegeschwungenenFormen" (sogen. Fischblasen, Flammen) kommen erst inder späteren Gothik vor und werden daher gewöhnlich als Zeichen des Verfallesbetrachtet, obgleich sie, am rechten Orte angewcndct, z. B. wo das ornamentaleElement vorzuwicgen hat, sehr angemessen erscheinen können. Als Gegensatz zumMaaßwcrk, worin das rein Technische überwiegt, ward wohl der AusdruckKunst"zur Bezeichnung der freieren Thätigkcit des Bildhauers gebraucht.

Model: s. Säule.

Modillon: s. Tragstein.

Mosaik: Malerei mittelst Zusammenfügung von farbigen Stückchen aufeiner Fläche. Die Hauptgattungcn sind die Stein- und die Glasstiftmosaik, vonwelchen crstere aus natürlichen Steinen, letztere aus farbigem Glasfluß gebildetwird. Dieser eben so kostbare als dauerhafte Schmuck war vor dem Mittelalterdas hauptsächlichste Mittel zur Decoration des Inneren der Kirchen und machteerst um das 12. Jahrhundert der Pigmcntmalerci Platz, womit denn auch dieStrenge des früheren Stples mehr und mehr sich verlor.

Narthcr: Vorhalle im Westen der alten Kirchen.

Nase: (Abb. 9a.) ein Glied in den Pässen (s. d. W.) durch die Auslau-fungcn zweier sich berührender Bogcnlinien gebildet, die aus einer Hohlkehle aus-gehen und daher zwischen sich und der Hohlkehlenlinie einen dreieckigen Raumbilden. Sic ist zugespitzt, auch wohl noch durch ein Nosettchcn verziert.

Netzgewölbe: (Abb. 10) ein mit netzförmig sich durchschncidcndcn Grä-ten (Rippen) überzogenes, in derselben Form gebrochenes Gewölbe. Eine Speciesdavon ist das Stern gewölbe, dessen Schema ineinander laufende Sternebilden. Solche complicirte Gcwölhformcn kommen selten vor dem 15. Jahr-hundert vor.

Oberlicht: ein Fenster gleich oberhalb des Thürsturzes.

Ordnung: s. Säule.

Ort: (auch wohl: Uhr) Stcinmctzen-Ausdruck für: Ecke, z. B. ein Achtort,