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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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cincs Kreuzgewölbes. Der Sockel und die Capitäle sind von Haustein, des-gleichen die horizontalen Schichten über dem Capital, welche Anordnung sich austechnischen Gründen empfiehlt. Die Verdachung des Widerlagers von außen hat,wie hier dcr Fall ist, den Capitälcn im Innern zu entsprechen. Die Abb. 21zeigt die zu Abb. 20 gehörigen Profile der Gurt- und Gratbogcn.

Giebel: Schluß cincs Gebäudes mit Satteldach, an dessen schmalen Sei-ten er vorkommt; seine Form ist das gleichschenklige Dreieck, lieber Ziergiebelim gothischcn Style s. Wimberg.

Giebelrcitcr: ein auf einem Wandgicbcl angebrachtes Thürmchen.(Abb. 4 a.)

Grat: die Kante, welche zwei Gewölbkappen bcgränzt.

Gratbogcn: (Abb. 71, und 2l) Bogen, welche sich zufolge dcr wechsel-seitigen Durchschncidnng der Gcwölbfeldcr in dcr Durchschneidungslinic bilden.

Gurtbogen: (Abb. 7o und 2l) dieselben bilden die Träger, das Ge-rippe dcr Bedeckung oder Ucberwölbung des Innern, sie springen von Pfeiler zuPfeiler, sowohl in dcr Länge als in dcr Breite des Bauwerks (Längcngurtbogcn,Qncrgurtbogen), und bilde» den Einschluß, die Umrahmung der Gewölbe. Eswerden häufig sogen. Entlastnngsbogen darüber angebracht, eine Art vonHülfsconstruction zum Zwecke dcr Verminderung und Ableitung des vertikalenDruckes. Die Gurtbogen, welche als Scheidet, ogcn zwischen Pfeilcrstellnngcndienen, sind aus mehreren Gliedern, Rnndstäbcn, Kehlen, Fasen rc. gebildet.

Halbsäulcn: (Wandsäulcn), mit den Mauern verbundene, zur Hälftedaraus hervorragende Säulen. Dieselben kommen erst bei den Römern häufigvor. Wandpfeilcr, Pilaster s. Pfeiler.

Halb fronte: s. Aufriß.

Hallenkirche: s. Schiff.

Helm: das pyramidenförmige Dach cincs Thnrmes. Die schlanken Helmekamen erst im spätem Mittelalter auf; sie wurden meist von Holzwerk, auchwohl ganz von Stein (besonders in England) ausgcführt.

Hohlkehle: (Kehle, Kchllciste), ein untergeordnetes, durch Einticfunggebildetes architektonisches Glied zur Vermittlung größerer Bautheile, so wie diePlättchen, Stäbchen, dcr Band, Wulst und die verschiedenen Arten von Wellen.Dieselben gehören vorzugsweise dcr heidnischen 'Architektur an oder wurden dochin der christlichen Periode sehr frei behandelt.

Hufeisen-Bogen: Rundbogen, welche sich unten wieder einwärts ziehenund besonders dcr arabischen (maurischen) Architektur eigen sind.

Kämpfer: s. Bogen.

Kaffs uns: s. Gesimse.

Kamm: s. Dachfirste.

Kappe: lAbb. 7 a.) ein Feld cincs in mehrere Abschnitte gcthciltcn Ge-wölbes. Im gothischcn Baustylc werden die Gewölbkappen in der Regel durchRippen aus Haustein von einander geschieden, welche indeß mehr eine orna-mentale als eine constructivc Bedeutung haben, da das Gewölbe nicht eigent-lich auf denselben ruht, sondern in sich selbst seinen Schluß und Halt fin-den muß.

Knauf: s. Säule.

Kragstein: s. Trägstem.

Kreuzblume: s. Wimbcrg.