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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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Im weiteren uneigentlichen Sinne nennt man auch wohl alle Arten von Wand-gemälden Fresken, insbesondere die a tempera-ausgcführtcn und die enkausti-schen Malereien. Bei diesen ist eine gewisse Wachsmischung das Bindemittel,welches durch Hitze mit der Wand in Verbindung gebracht wird. Die Tem-perabildcr wurden mittelst Eiwcis auf Holz, auch wohl auf Leinwand undKreidegrund gemalt, selten direct auf die Wände im Innern, zu deren Bema-lung man sich im Mittelalter meist der Wasserfarben bediente. Das Bemalender Kirchen im Innern ward im Mittelalter so zu sagen für unerläßlich erachtetund ist nur dadurch allmählig außer llcbung gekommen, daß der gothische Styldie Wandflächen in Glieder auflöstc. Selbst die Zopfpcriodc hatte indeß noch Ein-sicht genug, um kahle, .weiße oder auch stcinfarbig angcstrichene Wände nicht fürschöner zu halten als bemalte; erst der Classtzismus indcntifizirte Nüchternheitund Schönheit.

Fronte: s. Aufriß.

Fuß: s. Gesims, und Fiale.

Gaden: die Geschosse, welche aufeinandergcstellt der Bau bilden.

Gesimse (Simse): (Abb. 6), dieselben haben die Begränzung und Ver-mittelung größerer Abthcilungcn eines Baues zum Zwecke, sic gliedern denselbenund machen seinen Organismus anschaulich. Sic selbst sind verschiedenartig,besonders mit Rücksicht auf den Wasserabfluß und die Schattcnwirkung gegliedert.Das Fußgesims bcgränzt den untersten Thcil, den Fuß des Baues, dasDeck-, Krönungs-, Kranz- oder Hauptgesimsc schließt das Ganzeschützend nach oben ab; die Gurt-, Trcnnungs- und Einfassungsgc-simse sind von untergeordneter Bedeutung und schon durch ihre Namen genügendbezeichnet. Das Kaffsims ist das unter den Fenstern hinlaufcndc Gesims;eine Gurtung nennt man ein Gesims zur Abschließung eines Geschosses.

Gewölbe (das): ist eine gebogene, dergestalt aus Steinen zusammcngefügteDecke, daß dieselben sich wechselswcise in ihrer Lage halten. Der Bogen (s. d. W.)ist das Grundclemcnt des Gewölbes. Die Alten kannten folgende Hauptartcn vonGewölben: 1) bas Tonnengewölbe, durch einen Halbcylinder gebildet; wo dennvier sphärische Dreiecke, Gewölbkappcn, entstehen. (Abb. 7) 2) das Kreuz-gewölbe, durch zwei sich durchkreuzende Tonnengewölbe gebildet; 3) mnschclförmige.Gewölbe, deren Form schon der Name andeutct; 4) das Kuppclgrwölbc, welchessowohl im Grundrisse als im Durchschnitte Kreislinien beschreibt. Unter letztererBezeichnung begreift man indes; auch solche, welche im Grundrisse Polygone bil-den und deshalb mit Ecken oder Gräten versehen sind, die aus den Winkelndes Polygons aufsteigcn (Kloster-Haubengcwölbc). Vom 12. Jahrhundert abherrscht in der christlichen Baukunst das spitzbogige Gewölbe vor, welchesaus zwei gleichen Zirkelbogcn besteht und daher auch zwei Mittelpunkte hat, de-ren Lage die Höhe des Gewölbes bedingt. Die, hauptsächlich technischen, Vor-theilc dieser gothischen Gewölbe bestehen darin, daß sie weniger Druck ausübenund aus kleinerem, minder sorgfältig bearbeiteten Material angcfertigt werdenkönnen, wodurch sie denn vcrhältnißmäßig dauerhafter und wohlfeiler auszufüh-ren sind, als die anderen Gewölbe. Ueberdics gestatten sie dem Baumeister mehrkünstlerische Freiheit und ermöglichen so eine größere ästhetische Wirkung. DenGegensatz zum Spitzgewölbe bildet das platte Gewölbe. Es besteht aus gra-ben Vogen, welche aus keilförmigen Steinen sich zusammensetzeni Dieses Gewölbeist von allen das schwächste. Die Abb. 20 zeigt den constructiven Organismus