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Hostien aufbcwahrt wurden (Pyris), häustg in Gestalt einer Laube, nebst kost-baren Wcihgcschcnken u. dgl. herab. Später trat das in der Nähe des Altarsan der Evangelicnscitc' der Chorwand angebrachte Sacramentshäuschcn(Abb. 13) an die Stelle. Dermalen bezeichnet Ciborium ein geweihtes Gesäßin Form eines großen Kelches zur Aufbewahrung der h. Hostien.
Confcssion: ursprünglich eine Wölbung unter dem Altäre mit Reli-quien von Märtyrern oder Bekennern. Als später die Altäre erhöht wurden,brachte man den Reliquicnbehältcr unter der Altarplattc an oder ließ in letztereeine Höhlung zu diesem Zwecke ein. Der Name.stammt, nach Pcllicia (I. 5.)daher, weil der Priester sich beim Beten des Confiteor in der Meßliturgie nachdem in Rede stehenden Behälter hin zu neigen hat.
Console: s. Tragstein.
Ery Pta: Untcrkirchc für die Todtcnfeicr. Dieselbe nimmt meistens denRaum unter dem Chore ein; zuweilen erstreckt sic sich auch unter der ganzenKirche her und diente zunächst als Begräbnisstätte für die Angehörigen der be-treffenden Kirche. Bei den Kirchen gothischcn Styles kommen Cryptcn äußerstselten vor.
Dachfirst: die obere Kante des Daches, bei reicheren Bauten durcheinen darüber hinlaufenden Kamm verziert. Derselbe ist von Blei, welches zuallerlei Figuren (meist Dreiblätter oder Lilien) ausgeschnitten ist. Die Blei-dächcr wurden häufig ornamcntirt. '(Abb. 3.) In neuester Zeit werden die Kämmeauch wohl — ganz styl- und zweckwidrig — aus Gußeisen angcfcrtigt.
Dachreiter: (Abb. 4) ein nicht gemauerter Thurm auf der Dachfirstruhend und zwar meist auf dem Durchschnittspunkte der beiden Schiffe. Diesogen. Sanctusglocke wird darin aufgehängt.
Deckenschaft: freistehender Pfeiler zur Unterstützung wagerechter Lasten.
Dienste: s. Pfosten.
Eckblatt: s. Säule.
Empore: erhöhcte Logen in der Kirche, welche in der Periode des ro-manischen und des Ucbergangsstyls häufig die Arkaden des ganzen Hauptschiffesentlang über der Wölbung der Seitenschiffe sich hinziehen, meist aber im west-lichen Thcile des Mittelschiffes angebracht wurden.
Entlastungsbogen: s. Gurtbogcn.
Eselsrücken: ein geschweifter Spitzbogen.
Fase: abgcschrägtcs Glied.
Faoadc: s. Aufriß.
Fischblasen: sr Maaßwcrk.
Fialen (auch wohl „Violen") (Abb. 5) mit Blumcnknäufen (Kreuzblu-men) und Blattwerk (Bosen, Bossen) verzierte phramidalische Auslaufungcnvon Strebepfeilern. Jndeß wendete man die Fialen auch nicht selten als selbst-ständiges Vcrzicrungsglicd an, wo sie denn aus drei Theilcn, dem Fuß,dem Leib und dem Riesen (phramidalische Verdachung, verwandt mit demenglischen: to riss, aufsteigen) gebildet wurden. S. Wtmberg.
Flammen: s. Maaßwerk.
Frcsco: Wandmalerei auf den noch nassen, frischen (al kresco) Kalk,wodurch sich die Farben mit letzterem derartig verbinden, daß sie auf mechani-schem Wege nicht mehr davon getrennt werden können. Diese Gattung der Ma-lerei kam vorzugsweise in Italien vom Ende des 15. Jahrhunderts ab in Schwang.