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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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dessen Muster die von Justinian erbaute Sophienkirchc zu Constantinopel erscheint.Der eigentliche byzantinische Styl nimmt von hier seinen Ausgangspunkt.Im uncigentlichen Sinne wird auch wohl der zunächst in der Lombardei, wiezuvor angeführt, umgcbildetc .romanische Basilikenstyl, wegen seiner,allerdings theilwcisc aus Byzanz stammenden Ornamentik, mit dem Namen:byzantinischer Styl, belegt.

Basis: s. Pfeiler und Säule.

Bema: Raum im Osten der byzantinischen Kirchen, welcher allein denPriestern zustand.

Bildniß: alter Steinmetzcnausdruck zur Bezeichnung derjenigen Bild-hauerei, welche andere als vegetabilische (Laubwerk") und architektonische Dar-stellungen befaßt, vorzugsweise Statuen und Reliefs.

Blätterknotcn: auf den Gicbclschcnkeln s. Strebebogen.

Bogen:'gewölbte Ucbcrdachungen, welche sich entweder auf Mauernoder auf vereinzelte Glieder (Pfeiler, Säulen) stützen. Die Kämpfergc-simse trennen den Bogen von seiner senkrechten Stütze, wo nicht beideohne irgend ein vermittelndes Glied in einander übergehen. Die Seiten-fläche des Bogens nach der Dicke der Wölbung bei Fenster und Thürcn wirdLeibung genannt. Der Bogen ist durchgängig stärker als eine wagerechteUeberlagc; seine einfachste Form ist der Halbzirkel. De» Stichbog cnwird dagegen aus Zirkelstücken gebildet. Die wichtigste, den gothischcnStyl charaktcristrcndc Gattung desselben ist der Spitzbogen. (Abb. 2). Erist ein gleichseitiger, wenn er aus einem gleichseitigen Dreieck construirtwird und der Mittelpunkt des Kreises, dessen Segmente den betreffenden Bogenbilden, im Fußpunkte (Stützpunkte) des anderen Bogens liegt. Je nachdemdie Mittelpunkte der Kreise zwischen die beiden Fußpunkte oder außerhalbderselben rücken, entsteht der stumpfe, oder aber der lanzettförmige Spitz-bogen. (S. Gewölbe, Archivoltc, Gratbogen und Gurtbogen).

Bo genfries: s. Trägstem.

Bo gen stürz: s. Archivolte.

Bossen: s. Strebebogen.

Cancellcn: Abschluß zwischen Chor und Schiff in den altchristlichenKirchen.

Canncliru ng: s. Säule.

Capital: s. Säule.

Caryatide: Figur in hoch erhabener Sculptur, stelche auf dem Kopfeein Karnicß, einen Balken n. dgl. trägt. In der mittelalterlichen Architekturkommen die Karyatiden sehr selten zur Anwendung.

Cassettcn: vertiefte Feldcreintheilungcn zur Erleichterung und Aus-schmückung der Decken, insbesondere der Balkendecken, wie sic in der altchrist-lichen Basilika häufig Vorkommen. Die Cassettenfeldcr werden durch allerhandFiguren- und Laubwerk, Rosetten, Sterne, Rauten u. s. w. in Verbindung mitGold und Farbe verziert.

Catharinen-Rad: s. Nadfcnstcr.

Ciboriuin: (umbraoulum, tabernaoulum) ein auf vier Säulen über demAltar sich erhebender Baldachin, dessen Inneres durch Vorhänge, welche zwischenden Säulen angebracht waren, den Blicken des Volkes entzogen werden konnte.Von der Decke dieses Baldachins hing der Behälter, worin die consccrirten