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Baukunst tritt diese Umrahmung aus der Mauerfläche hervor, in der christlichen,namentlich der gothischcn, profilirt ste sich einwärts und wird vorzugsweise durchwechselnde Rundstäbe und Kehlen gebildet. lS. Mb. l).
Arkade: eine fortlaufende Reihe von Bogen. Bei mehrschiffigen Kirchentrennen diese Bogenrcihcn die Schiffe von einander. Vgl. Bogen.
Arkaturcn: Reihen von geblendeten Bogcustelluugc», welche sich imAeußercn oder im Inneren eines Baues hinziehen, um die Monotonie der Wändezu brechen. Dieselben haben zumeist nur einen ornamentalen Zweck.
Arm: s. Trauscpt.
Atrium (Paradisus), der mit offenen Hallen umgebene Vorhof der ältesten ,christlichen Kirchen, in dessen Mitte der Rcinigungsbrunncn (Imbrum, Lantlmrus)sich befand.
Attiken: Aufsätze über dem Hauptgcsimsc eines Bauwerks, in der mit-telalterlichen Architektur durch Balustraden oder Vrustlchnen ersetzt, welche dasHauptdach umziehen.
Aufriß: die äußere Ansicht eines Gebäudes mit seinen Faoaden,Fronten, von welchen eine sich besonders durch Anlage und Schmuck aus-zcichnet: Hauptfronte. Der Aufriß, welcher in der Steinmctzcnsprache auchAufzug und Auszug genannt wird, liegt im Grundrisse (s. d. W.) be-schlossen, soweit die aufstchcudcn Massen sich senkrecht über denselben erheben.
Baldachin: (Abb. 16 ), Ueberdachung einer Figur.
Baldachin: s. Tragstein.
Balustrade: s. Attiken.
Band: s. Hohlkehle.
Baptisterium: ein runder oder mchrcckigtcr Ccntralban in der Näheder Basiliken zur Vornahme der h. Taufhandlung. In der Mitte des Bauesbefand sich die Taufwannc. Als später innerhalb der Kirchen getauft ward,nannte man auch wohl die spccicll dazu bestimmte Räumlichkeit das Baptiste-rium. Im «»eigentlichen Sinne werden alle kleineren, um einen Mittelpunktangelegten Kirchen mit diesem Namen belegt, insbesondere solche, welche, wiez. B. Schloßcapellen, nur für den Privatgottcsdicust eingerichtet sind und des-halb der Schiffe entbehren können.
Basiliken: ursprünglich große, durch zwei oder mchp Säulenreihen abge-thcilte Bauwerke, welche zu Versammlungen, kaufmännischen Geschäften und zuGerichtsverhandlungen benutzt wurden. Sie waren zum Theil mit flachen Deckenversehen, zum Theil unbedeckt. Als christliche Kirchen erbaut werden dursten,bediente man sich bei deren Anlage vorzugsweise der Grundform dieser Basili-ken; man hat indes; in der -Anordnung des altchristlichcn Gotteshauses keines-wegs eine dircctc Nachbildung dieser Bauwerke zu erblicken. Es ergab sich viel-mehr diese -Anordnung aus dem Cultusbcdürfnissc, welchem die Basilika aller-dings vorzugsweise entsprach. Dieselbe ist ein längliches Viereck, an dessen einerSchmalseite die muschclartig mit einer Halbkugel überwölbte Nische (Apsis, s. d.
W.) vorsprang. Zuweilen befanden sich oberhalb der Seitenschiffe Emporkir-chcn, welche dann von den Frauen benutzt wurden. (S. Atrium, Ambonen).
Die Basilika wurde durch die Einführung des Gcwölbebaucs wesentlich um-gcbildet, nachdem ihre Form im Abendlandc die herrschende geworden war.
Sic ist ein sogen. Längenbau (die Längcnrichtung waltet darin vor) zum Un-terschiede von dem Ccntralbauc, dem im Oriente herrschenden Typus, als