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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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die Aufzeichnungen mündlich zu ergänzen, was am besten in Form eines,vom Vorsitzenden zu leitenden Eramens geschieht. Wenigstens hat sich diese,meines Wissens zuerst von Hrn. de Caumont eingeführte Methode, beiden Generalversammlungen der 8ociätö lrauxaise pour la oonservatioir closmonumons ganz gut bewährt.

Werthvollcr als alle mündlichen oder schriftlichen Berichte sind vonkundiger Haud aufgcnommenc Zeichnungen, zumal, wenn denselbengenaue Messungen zum Gruudc liegen. Lieber treibe man die Treue biszur Scrvilität, als daß man auch nur das Mindeste dem malerischen Effectezum Opfer bringt oder sich und Andere mit einem Ungefähr abfindet. Diein den verschiedenen Gegenden, oft sogar von Ort zu Ort, sich stets an-ders gestaltenden feineren Eigcnthümlichkeiten der Linienführung, welche denbesonderen Reiz der einzelnen Stpldialcktc ausmachen, haben ohnehin bisjetzt fast noch gar keine, oder doch viel zu wenig Berücksichtigung gefunden.Man muß sich hier der Alles verallgemeinernden Richtung unserer Zeit ge-waltsam entgcgcnstcmmen, eine Richtung, welche sich leider in thcuernPrachtwerkcn geltend macht, die mehr anlockcn und blenden als befriedigen.Statt zu illuminircn und zu schattircn, verwende man lieber Zeit und Mühedarauf, die Umrisse genau, kräftig und in möglichst großem Maaßstabeschlicht und recht uns vorzuführen, wenigstens von denjenigen Theilen,welche das betreffende Kunstwerk vorzugsweise charaktcrisiren. Man magnebenher auch den Reiz des Malerischen, der Contraste u. s. w. zu Hülserufen; allein auch nur nebenher; das Beste aber ist jedenfalls zu diesemZwecke sich der Photographie zu bedienen. Die große Mehrzahl der bisjetzt veröffentlichten Architekturzcichnungen ist praktisch unnütz, wennnicht sogar gefährlich, insofern Mancher sich darnach richtet und auf Abwegegcräth. Besonders den Clerus, welcher so häufig in die Lllgc kommt, selbst-thätig cingrciscn zu müssen, möchte ich davor warnen, sich durch solcheDarstellungen zu Nachahmungen verleiten zu lassen oder auch nur seinGeld dafür auszusscben, selbst wenn sic unter der Firma irgend eines aka-demischen Architektcnvercins erscheinen sollten. Auch hier muß Alles so zusagen von unten aufwachscn, zu welchem Ende es insonderheit dringendnoth thut, dafür zu sorgen, daß gesunde und brauchbare Musterbücher fürArchitektur und Ornamentzeichncn, statt der antikisircndcn Vorlcgcblätter inunfern Schulen Eingang finden, damit schon dort Hand und Auge sichdarnach bilde; später ist es in der Regel zu spät.

Ich verhehle mir keineswegs, daß der unmittelbare Nutzen aus allenvorgcdachten Veranstaltungen kein sonderlich großer sein, daß meist nurrohes Material gewonnen werden wird, welches noch sehr der Sichtungund Verarbeitung bedarf. Allein dadurch, daß aller Anfang schwer ist, soll