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intelligenten Leitung.*) Sodann beruht jedes Kunststudium, wenn eswahrhaft fruchtbringend sein soll, zunächst auf der Anschauung der wirk-lichen Gegenstände; Bücher und selbst Zeichnungen vermögen schlechterdingsnicht dafür Ersatz zu leisten. Veranlaßt aber der Verein seine Mitgliederdas' Vorhandene genau zu beschreiben, so veranlaßt er dieselben damit zu-gleich, genau zuzüsehcn und den Gegenstand in sich aufzunchmcn. Es wirdhier cingcwendct werden, daß die Fähigkeit, ein Kunstwerk zu beschreiben,schon eine Bekanntschaft mit seinem Wesen voraussctze, mau sich daher ineinem Zirkel bewege, wenn man den eben bezcichneten Wege betrete. Undbis zu einem gewissen Grade ist dies allerdings richtig: selbst eine allge-meine Oricntirung auf dem Kunstgcbicte genügt hier nicht; wo cs sich umBauwerke handelt, werden dazu namentlich spcciclle Kenntnisse von man-cherlei Art erfordert. Alle die vielfachen und je nach den Stylen wechseln-den Einzelheiten müssen ihrer Bestimmung und ihrem Zusammenhänge nachverstanden werden und endlich muß auch noch der rechte Ausdruck dafürzur Hand sein. Letzteres bietet'eine nicht geringe Schwierigkeit dar, da dieHandbücher über Baukunst von der kirchlichen Architektur keine oder dochnur sehr obenhin Notiz zu nehmen Pflegen, die Sprache der mittelalterlichenHütten durch den Classicismus verdrängt ist und eine neue Terminologieauf Grund der alten sich noch nicht bilden oder doch nicht firircn konnte.Das nachfolgende „Glossar" ist dazu bestimmt, diese Lücke einigermaßenauszufüllcn nnd zugleich die Elementarbegriffe zum Verständnis; bringen zuhelfen. Meines Erachtens sollte man zwar die alten Handwerksausdrückcwieder möglichst ins Leben cinzuführcn trachten, darum aber letzterem dochnicht ohne Noth Gewalt anthun; auch hier hat man vor einer gewissenpedantischen Puristerci auf der Hut zu sein.
Um in die Beschreibungen, welche von den Mitgliedern oder sonst Be-auftragten dem Vereinsvorstande einzuscnden sind, die erforderliche Klarheitund Präeision zu bringen, namentlich aber um dahin zu wirken, daß sic mög-lichst übersichtlich und erschöpfend ausfallen, wird es.nöthlg sein, For-
*> Gestützt auf obige Gründe, welche ich in einer ausführliche» Rede näher ent-wickelte, stellte ich am 26. Februar 1852 zu Berlin in der zweiten Kammer den Antrag,zu beschließen, baß das betreffende Ministerium bei Aufstellung des nächsten Etats aufdie planmäßige Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler des Landes spcciclle Rücksicht zunehmen habe. Beide Kammern ertheilten diesem Anträge ihre Zustimmung und freue ichmich, bemerken zu können, daß Seitens der StaatSregicrung durch Ernennung von Cor-respondenten wenigstens ein erster Schritt zu dem in Rede stehende» Ziele hin geschehenist; allein ohne eine große, mitten ins Leben hineintretende Organisation und ohne Geld,woran es zur Zeit noch vollständig zu fehlen scheint, werden irgend bedeutende Resultatenicht zu erreichen sein. Die Kirche und die Privaten thun daher vor der Hand noch sehrwohl daran, sich, soweit möglich, auf eigene Hand der Aufgabe zu unterziehen.
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