Druckschrift 
Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
Seite
130
Einzelbild herunterladen
 

130

mulare und Frage stücke zu entwerfen, die auch der weniger Kundigeohne Mühe und Zeitaufwand auszufüttcn und beziehungsweise zu beant-worten im Stande ist. Dieselben müssen so ins Einzelne gehen, daß nichtleicht etwas Charakteristisches übersehen werden kann und dadurch zugleichein Gcsammtbild gewährt wird. Ich lasse hier ein Formular folgen, wel-ches, je nach dem Bedürfnisse und den Umständen, leicht abzuänderu undzu ergänzen ist. Zwischen den Abthcilungcn und Positionen ist selbstredendstets so viel Raum zu belassen, um die Beantwortung cinrückcn zu können,welche auf diesem Formulare großcntheils nur in einer einfachen Bejahungoder Verneinung zu bestehen braucht, indem cs sich vorliegend, wie bemerkt,nur um die Entwcrfung eines Gcsammtbildes handelt und die im Ver-folge noch näher zu besprechenden Fragebogen die hier bleibenden Lücken zuergänzen bestimmt sind, so wie andererseits die bereits oben in Betrachtgezogene Chronik den historischen Hintergrund liefert.

Datum der Stiftung, Grundsteinlegung, Einweihung u. s. w. Kir-chcnpatron. Pfarrei. Dccanat.

I. Grundriß. Hauptform (ist cs ein Längen-, Central- oderKreuzbein?), Länge und Breite des Chores, Schiffes, Krcuzschiffes, derSeitenschiffe, Oricntirung nach der Himmelsgegend, eingebaute Capellen,Thürmc, Vorhallen.

II. Inneres. 1) Apsis (Grundriß, Fenster, Ucbcrwölbung, Schci-debogenl, 2) Chor (Höhcnvcrhältniß zum Schiffe, Umgang, Triumph-bogen, Lichtgadcn, Triforium, Lettner, Pfeiler, Ucbcrwölbung mitoder ohne Rippen? Altarstcin wo ausgestellt? alt oder neu? Altarstufcn-Aufsatz, Pricstcrsttzc, Piscina, Saeramcntshäuschen,Wandnische u. s. w.).

In ähnlicher Weise wird das Formular über alle Gestaltungen imInneren, von der Crypta an bis hinauf zur Kuppcllanternc sich erstrecken,stets unter Beifügung der Himmelsgegend und, so viel thunlich, derMaaße. Es ist räthlich, das feste Zicrwcrk, Standbilder, Reliefs, Farben-fenstcr u. dgl. Gcräthe in bcsondern Rubriken mit so viel Unterabtheilungcn,als cS die Natur -des Gegenstandes erfordert, zu behandeln. So wärez. B. unterTaufstein" zu fragen nach dem Orte seiner Aufstellung, demMaterial, der Größe, der Gestalt mit oder ohne Füße? den In-schriften, Reliefs, dem Deckel, den Stufen, auf welchen er steht, dem Zu-stande, in welchem er sich befindet, ob restaurirt, wohl oder schlecht erhal-ten, angcstrichen? u. s. w.

Demnächst befaßt sich unsere Analyse gleichmäßig mit dem Aeußc-ren, etwa am Thurmc beginnend, dessen allgemeiner Charakter, Vcrhält-niß zu andern Thürmcn der Umgegend vorerst kurz zu bezeichnen wäre,