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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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wenigstens an Stoff nicht fehlst daß im Gcgenthcil nicht selten die Uebcr-fülle voraussichtlich davor zurückschrccken machen wird. Allein die Schwie-rigkeit der Aufgabe sollte nie diese Folge haben: Anfängen und Etwasthun, kann Jeder unter allen Umständen, wenn auch nur sammeln undordnen, Gedrucktes wie Ungcdrucktcs. Diese Chroniken in Verbindung mitden Pfarrarchiven würden im Verfolge, bei aller Unschcinbarkcit und Un-vollständigkcit im Einzelnen, die bedeutendsten Quellen für die allgemeineGeschichtschreibung werden, deren Verfälschung begann, als der Clcrus,uncingcdcnk der hohen Wichtigkeit der Sache, die Hand davon abzog.Vielleicht können bald die Klöster wieder einen Theil der Arbeit auf sichnehmen. Umgekehrt wird bei einer großen Zahl von Landpfarrcn die Chro-nik nur aus wenig Blättern bestehen können und für die Kunst insbeson-dere gar nichts hcrauskommen; hier würde ein Zusammenwirken, etwa nachDccanaten, um so mehr am Orte sein, als der Landclcrus durchschnittlichdie meiste freie Zeit hat, welche er wohl kaum würdiger verwenden kann,als zu solchen Studien; nur wer die Vergangenheit begreift, vermag dieGegenwart zu meistern. Der Charakter der Kirche ist wesentlich traditionellund historisch; damit ist auch ihren wirkenden Gliedern die Richtung ge-wiesen. Und wie belebt sich an dieser großen, wcchsclvollcn Geschichteunserer Kirche nicht das Bewußtsein; wie erfrischt er nicht, dieser ohneEnde strömende Quell!

Wenn auch nicht an sich, so ist doch für unseren Zweck die Be-schreibung des Vorhandenen wichtiger noch, als das Ermitteln undAncinandcrrcihcn der geschichtlichen Thatsachcn. Wie jeder ärztlichen Cureine sorgfältige Diagnose vorangchcn muß, so wird auch hier nur danngründlich zu helfen sein, wenn man den Sachverhalt vorerst genau con-statirt. Zur Zeit wissen wir weder, was wir haben, noch wo cs dem-selben fehlt. Ucbcrdics läßt sich auch nur von einem höheren, allgemei-neren Standpunkte aus eine feste Regel, ein System aufstellcn, nach wel-chem die Bauwerke zu unterhalten und hcrzustcllcn wären. Verfährt manhier nicht streng systematisch, so wird nie von Einheit und Ordnung dieRede sein können, ohne welche selbst die reichsten HülfSmittcl auf dieLänge sich als unzureichend erweisen werden und das Rechte meist amUnrechten Orte, oder umgekehrt geschieht. Hier muß sofortige Hülfe mi-tteten, wenn der Schaden nicht unheilbar werden oder doch unvcrhältniß-mäßige Opfer fordern soll; dort, wo der Nebelstand vielleicht bedeutendmehr in die Augen fällt, thut in Wirklichkeit Eile noch nicht noth. Umbei solcher Lage der Sache nicht verderbliche Mißgriffe zu machen, dasUnwichtigere zu thun und das Wichtigere darüber zu versäumen, bedarfes, wie gesagt, eines planmäßigen Zusammenwirkens Vieler unter einer