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Bestimmung gewissermaßen geheiligt sind. In Bcrückstchrigung dieses letzte-ren Zweckes wären auch selbst Gegenstände von ganz untergeordnetem Kunst-wcrthc der Sammlung cinzuvcrlcibcn. — Was insbesondere die Abgüsse an-bclangt, so kann nicht sorgfältig genug darauf gesehen werden, daß dieselbenunmittelbar von den Originalen genommen und nicht überarbeitet sind;durch das leidige Sauber- und Glattmachcn verlieren sie, so zu sagen, allenWerth, wenigstens für das Studium, um welches cs sich hier doch zu-nächst handelt. Ein im Loealc auszulcgcndes Vcrzcichniß muß die Her-kunft eines jeden Gegenstandes und wo möglich noch kurze geschichtlicheund beschreibende Notizen über denselben enthalten, und zwar nicht blosum des wissenschaftlichen Interesses willen, sondern auch um der Gcschmacks-mcngcrci vorzubcugcn, welche Zweck, Material und Eutstchungszcit außerAcht läßt und nur eben fragt, ob etwas alt und schön für das Auge ist.Wie bei der Architektur, so sollte auch bei dem Gcräthc möglichst aus tra-ditionelle Einheit im Style hingcwirkt werden; man sollte daher zu-nächst sammeln und nachbildcn, was auS der Umgebung stammt und derim Mittelalter in derselben herrschend gewesenen Kunstschule angchört. Einbesonderes Augenmerk wird dabei auf die Glasmalerei zu richten sein.Hier fehlt es ganz besonders, hier muß rasch und gründlich geholfen wer-den. Es ist aber auch diese Gattung von Kunstwerken vorzugsweise be-droht und schon darum eine genaue Nachbildung des noch Vorhandenendringend räthlich. Für Frankreich hat man in dieser Hinsicht bereits mitden Fenstern der Kathedralen von Bourgcs und Tours*) einen großarti-gen Anfang gemacht und dabei auch ein ganz besonderes Augenmerk aufdie Technik gerichtet. In letzterer Beziehung sind Nachbildungen in natür-licher Größe, wenigstens von einzelnen Compartüncntcn, mittelst Calkirungam zweckmäßigsten; selbst scheinbare Zufälligkeiten sollten nicht übergangenwerden, wie denn überhaupt für alle solche Zeichnungen nicht Schönheit,sondern Treue das Hauptcrfordcrniß bildet. Wo eine Nachbildung auf reinmechanischem Wege möglich ist, verdient diese den Vorzug, in welcher Hin-sicht das Durchrcibcn cingetiefter Bilder, Inschriften u. s. w. hier besonderserwähnt werden mag. Man legt zu dem fraglichen Zwecke ungclcimtcSPapier auf die Tafel und reibt mit einem zarten Lcderballcn, welcher durcheine Mischung von Graphit und Ocl geschwärzt ist, darüber, wodurchdenn die Flächen schwarz werden, die Tiefen aber weiß bleiben, so daß in
*> Wir verweise» auf die Werke: bes vilraux ik« >a calbeürale äa Nourxes der Jcsui-tenpatreS Cahier und Marti», sowie auf die von I. Marchand gezeichneten „Vorrieras 6noiiueur äa I'eglise melropoiilaine <!e 'saurs" mit Tert von Bouraße und Manceau, beson-ders aber aus bi. Itucber, vilraux peinla cke la caUniitrale <Iu ^lans, mit 10 col. Tafeln.