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13) Eine Lcinwandkammcr.
14) Verschiedene Zimmer für das Dienstpersonal, welche in dem Ge-bäude zu verthcilcn sind.
15) Eine Küche in Verbindung mit dem Keller, dem Brunnen, demKohlcngelasse, den Speisekammern u. dgl. Appcrtincnzien, wo möglich andas Refectorium anstoßend.
16) Eine Krankenanstalt.
17) Ein Oratorium.
18) .Die Wirthschaftsgcbäude für den Hausbedarf sind mit dem Hofeund Garten in Zusammenhang zu bringen. Für die Seminaristen ist einbesonderer Garten zum Spazierengehen cinzurichtcn, welcher, eben so wiederen Wohnräume, so viel als thunlich isolirt werden muß. Sofernc dasSeminar in der Nähe der bischöflichen Wohnung liegt, was sehr zu wün-schen ist, wird eine besondere Communieation mit derselben herzustcllcn sein.Was die Erwärmung betrifft, so ist der Wasscrheizung unbedingt der Vor-zug vor der Luftheizung zu geben.
Das vorstehende, nach einem bewährten Muster angefcrtigte Schema,welches auch anderweit, z. B. bei Jcsuitencollegicn, thcilwcise Anwendungfindet, setzt eine nach einem großen Maßstabe auszuführcndc Anstalt vor-aus; cs kann aber leicht den Verhältnissen entsprechend rcducirt und ab-gcändcrt werden.
Was insbesondere das ästhetische Moment anbclangt, so wird dasselbe,je nach der Lage und dem Zwecke der einzelnen Thcile des Baues, sichbald mehr bald weniger geltend zu machen haben. Die Armuth unsererArchitekten an Hülfsmittcln und insbesondere an Erfindungsgabe Pflegtbei solchen ausgedehnten Werken doppelt grell zu Tage zu treten. Irgendein Motiv und dazu noch gar häufig ein mißverstandenes, wird da förm-lich zu Tode gehetzt; wenn man einen vertikalen Ausschnitt von EinesFensters Breite aus der Faoade hat, so ist alles Uebrigc nur noch einMultiplications-Erempcl. Am kläglichsten aber ist es anzuschcn, wennein solcher Bau sich abquält, gothischc Gesichter zu schneiden — man ver-zeihe den etwas trivialen Ausdruck. Wurstartige, ganz sinn- und zweckloseAuswüchse an den vier Ecken, Waden- statt Brustwehren, unmotivirleVorsprünge — das alles und was dergleichen mehr ist, müht sich ver-gebens ab, den Eindruck des Interessanten und Bedeutungsvollen hervor-zubringen, wie solches u. A. als warnendes Erempcl der Bischofspalast zuGent darthut, in welcher Stadt überhaupt eine gar absonderliche Gattungvon Ncugothik zu Hause ist. Diese Erempcl zeugen negativ, wie nur diewahren Ideen fruchtbar sind, und zwar ganz in dem Maaße, in welchemsic Wahrheit enthalten. Wo cs nur immer thunlich ist, überwölbe man die
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