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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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Erholung und Betrachtung, sondern auch wesentlich mit zu den feierlichenUmzügen dient, welche von der Kirche auSgehcn und in dieselbe zurückkch-ren. Diese gottesdienstliche Bestimmung erfordert es denn auch, daß derKrcuzgang sich von einem gewöhnlichen Hausgange augenfällig unterscheide,sowohl in Betreff der Structur als der Dekoration der Wandflächcn undinsbesondere der Fenster. Die Abtswohnung bildet für sich eine durchihre ganze Erscheinung sich auszcichnende Masse und ist mit einem Gartenzu umgeben. Bei den Fraucnklöstcrn wird natürlich besonders darauf zuachten sein, daß ein Verkehr nach Außen nicht stattfinden kann. Ein klei-neres Kloster dieser Gattung wird, bei aller Beschränktheit, doch die nach-folgenden Stücke kaum entbehren können: ein Pförtnerlocal, welcheszugleich mit der Klausur und dem Ansprachszimmer in einer ge-wissen Verbindung steht, so wie ein an letzteres sich anreihendes Gast-zimmer. Es folgen die Zimmer der Oberin, die möglichst mir denbewohnten Räumlichkeiten communicircn, die Zellen der Schwestern,bei umfassenderen Bauten oberhalb des Krcuzgangcs. An das Refekto-rium stößt die Küche an, welche in den alten Klöstern meist ein fastganz selbstständiger, von einer Schornstcingruppe überragter Rund- oderPolygonbau war und zu den Wirthschaftsgebäudcn hinüberlcitcte.Das Ganze soll von einer Einschlicßungsmaucr umsaßt, überhaupt mög-lichst isolirt werden und schon am äußersten Thorc Zcugniß von seinerBestimmung ablcgcn.

In größeren Klöstern darf ein besonderes Oratorium nicht fehlenund ist darauf Bedacht zu nehmen, daß dasselbe eine möglichst centraleLage erhält.

Das Krankenhaus, welches zugleich, als Asyl für altersschwacheMönche zu dienen hat, wird, wo die Mittel eine solche Anlage gestatten,gewissermaßen ein kleineres Kloster in dem größeren zu bilden haben undmöglichst weit vom Haupteingange ferne zu halten sein.

Die zur Ausbildung der Jugend, zur Ucbung der Gastfreundschaft imGroßen oder zur Krankenpflege bestimmten Klöster bedürfen selbstverständlichanderer Einrichtungen: große Säle, mindestens zwei Treppen, eine doppelteKlausur, überhaupt Vorkehrungen, welche der Doppclwirksamkcit des Or-dens nach Innen und nach Außen entsprechen und in Wechselbeziehungenzu einander stehen, sind hier vonnöthcn. Je nach der Bestimmung derverschiedenen Räume sind die Fenster größer oder kleiner, offen oder ver-gittert hcrzurichtcn, womit denn auch, wie sichs gehört, die inneren An-ordnungen, wenigstens im Allgemeinen auswärts sich zu erkennen geben.Dieselben sollen auch in den untergeordneteren Dingen bekunden, welchemspcciellcn Zwecke sie zu dienen haben. So sind z. B. die Fcnstcrbrüstungen

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