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Dingen etwas sehr Bedenkliches; hier aber stehen auch noch andere sachlicheGründe entgegen. Es mag nur auf die durch den regelmäßigen Gebrauchdes Gases sich allmählig in der Kirche bildende industrielle'Atmosphärehingcdcutct werden, welche mit dem Dufte des Weihrauchs und des Wach-ses sich schlecht verträgt, überhaupt mit dem „himmlischen Jerusalem",dessen Abbild bekanntlich die Kirche sein soll. Auch die ganze Einrichtunghat etwas recht Unästhetisches, wie z. B. das Vcrdccktsciu der Gascanäleund das plötzliche Hcrvorspringen der Schnäbel, welche die dochtlosen Flam-men ausspeien, und zwar dazu meist noch durch die Vermittlung von Röhren,welche Stearinkerzen nachäffcn. Es fehlt hier der äußere, in die Augen fallendeZusammenhang von Ursache und Wirkung, wie ihn der ausgcbildcte Schön-heitssinn beansprucht. In keinem Falle dürfen architektonische Glieder, wieSäulen und Pilaster durchlöchert werden, um aus ihnen die Gasschnäbclhcrvorspringen zu lassen. Vielmehr ist cs das Beste, besondere mchrarmigeStänder zu errichten und die unterirdische Röhre in deren Fußgcstcll cin-münden zu lassen. Die mittelalterlichen Wandlcuchtcr bieten die angemessen-sten Motive dar, welche indcß im Anschluß an die hier obwaltenden beson-deren Bedingungen zweckentsprechend umzugcstaltcn sind. Früher sah manfast in allen Kirchen bewegliche Lichter-Ständer aus kunstreich geschmie-detem Eisen, meist mit steinernen Füßen. Da Eisen dem heutigen Publikumnicht vornehm genug ist, so befinden sich nur selten noch derartige Stückein Function; cs ist äbcr um so räthlicher, dieselben wieder zu Ehren zubringen, als die Kunst des Schmiedens, überhaupt der stylgcrcchtcn Be-handlung des Eisens, durch die Gießereien ganz und gar erstickt zu werdendroht. Ueber dem Atomismus und Chemismus, worin unsere Zeit so tiefsteckt, hat sie das Verständnis; für die Relationen der verschiedenen Mate-rialien zur Kunst und Technik gänzlich eingcbüßt; sic stampft eben Alleszu Einem Breie zusammen, der dann in die willkürlichsten Formen ge-gossen und geknetet wird, und alle Welt, die „gebildete" nicht ausgenom-men, ist unter der Herrschaft des ästhetischen Confusoriums so urthcilslosgeworden, daß es sich geradezu Alles bieten läßt, wenn cs nur wenig kostetund hübsch glänzt.
Die Kniebänke und Stühle in unseren Kirchen sollen nicht unterVerschluß gelegt und verpachtet, blos gegen Erlegung eines Zolles zugäng-lich sein. Nur die höchste Nvth mag derartige Einrichtungen zeitweiligentschuldigen. Jedenfalls, rathc ich, so zu verfahren, wie ich es in größerenkatholischen Kirchen Englands getroffen habe, daß nämlich die verpachtetenStühle von Jedermann in Besitz genommen werden können, sobald derGottesdienst begonnen hat, ohne daß die Zunächstbercchtigtcn gegenwärtigsind. Es ist gewiß unangemessen, daß in einer Kirche verschlossene Stühle,
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