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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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Auf die h. Hostic bezügliche kurze Sprüche können auf Spruchbändern odersanft an einem passenden Orte angebracht werden.

Schon weit seltener kommen gute Exemplare von alten Drcisitzenisoclilm) vor. Statt derselben bedienen sich fast allcrwärts die Osficiantcnbei Hochämtern beweglicher Lehnstühle, die nach abgehaltcnem Gottesdienstenicht ganz selten an der Kirmeßtafel Paradircn, was doch wohl nicht ganzin der Ordnung ist.

In Berücksichtigung der Scl^nhcit dieses Gcräthcs glaube ich auf eintreffliches, versteht sich, übcrtünchtcs, Muster von Holz in der Carmeliter-kirchc zu Boppard am Rheine, so wie auf das, von M. A. Gesscrt (Kunst-dcnkmäler in Deutschland. Bd. I. S. 30) irrthümlich alsChorgestühl" be-zeichnete, in der Kirche zu Wimpfen im Thal aufmerksam machen zu dürfen.Im klebrigen bieten aber auch die alten Chorstühle Motive genug dar,- umdanach einen Drei- oder Fünfsitz (welche letztere Gattung ebenfalls, wennauch seltener, vorkam) zu construircn.

Dke Piscina (Lavatorium), östlich vom Drcisitz, hat den Zweck, die'nach dem h. Meßopfer übrig bleibende Flüssigkeit aufzunehmcn und bestechtaus einem in die Wand eingelassenen, concaven, unten mit einer Ocssnungversehenen Becken, aus welchem jene Flüssigkeit in die Erde abgcführt wird.Cs finden sich in alten Kirchen auch wohl Doppelpiscinen für die beidenAblutionen vor dem Beginne der h. Messe und nach der h. Communion,welche letztere der Priester bis gegen das 13. Jahrhundert hin nicht vor-zunchmen pflegte. Die Wiedereinführung der Piscinen wäre nicht bloszweckmäßig, sondern cs würden dadurch auch die Kirchen um einen Schmuckbereichert, welcher in seiner Art vielfach selbst mit dem der Sacraments-hauöchcn den Vergleich aushält. ^

Die Chorschranken, in Dom- und Stiftskirchen schlechterdings un-entbehrlich, sind nicht weniger, wenn auch in modificirtcr Form, für größerePfarrkirchen, welche einen Umgang um den eigentlichen Chor haben, sehrzu empfehlen, sowohl um ihrer Bedeutung willen (Trennung des Priester-und Laicnstandcs) als auch vom Gesichtspunkte der praktischen Nützlichkeitaus betrachtet. Es dient wahrlich wenig zur Erbauung, wenn man sogar inCathcdralen Laien, und zwar nicht blos vom männlichen Gcschlcchtc, denDomcapitularcn, Priestern und Seminaristen ihre Plätze streitig machensieht, oder wenn die im Chorumgangc Stehenden oder Gehenden dem cele-brircndcn Priester ins Gesicht gaffen. Eine Wand von durchbrochenemEteinwcrk in den Pfeiler-Zwischenräumen eignet sich am Besten zu solcherSchranke, während nach dem Hauptschiffe zu ein Lettner (lootorium) denChorabschluß zu bilden hat. Derselbe entwickelte sich thcils aus dem Am-bon, thcils verband er sich mit letzterem; beide waren gewissermaßen mo-