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ordnung aber, worauf es wesentlich ankommt, nichts kostet. Wo ein grö-ßerer Aufwand gemacht und eine umfassendere Komposition bestritten werdenkann, ist in Betreff der Ausstattung der Fenster mit Figuren zu bemerken,daß dieselben ihrem Range nach, namentlich je nach der Nähe ihrer Be-ziehung zu Christus vom Chorcnde aus nach dem Schiffe hin aufzurcihcnsind. Ein besonders geeigneter Gegenstand für das äußerste Fenster imChorschlusse ist die Passion.
Zweierlei Gattung von Pfuscherei muß unter allen Umständen fernegehalten werden: erstens die Benutzung farbiger Gläser ohne alle Zeichnung,wie solche zu den Aushängeschildern der Glaser verwendet zu werden pfle-gen, und sodann das wahrhaft abscheuliche Auskunftsmittcl, die farbigenHüttcngläscr mit Oclfarbe zu beklecksen. — Ganz einfache Muster, wie z. B.eine heraldische Lilie, ein Klee- oder Eichcnblatt, eine Perlenschnur, könnenschon, bei gehöriger Wahl und Vcrthcilung der Farben, eine treffliche Ge-sammtwirkung hcrvorbringcn; äußersten Falles aber gebe man der Glas-fläche durch schräg laufende Rauten, verschlungenes Netzwerk oder eine son-stige geometrisch gebildete Figuration wenigstens annähernd ein kunstmäßigcsAnsehen. Schon das bloße Spiel mit Gegensätzen und Analogien nacheinem mathematisch gegliederten Schema schließt eine Art von gestaltenderThätigkcit in sich und streift an das Gebiet des künstlerischen Schaffens.
Große quadratische Scheiben und hölzernes oder gußeisernes Sprosscn-werk sind in Kirchen schlechterdings nicht zu dulden.
Die Verzierung der Fußböden muß, dein Grundgedanken nach, derVerzierung der Wände und Fenster entsprechen, wie sehr auch der Stoffund die Bestimmung auf die äußere Erscheinung modificircnd cinwirken. Inden alten Basiliken erglänzte der Boden von Mosaik aus harten, häufigsehr kostbaren, tcppichartig gefügten Steinchcn (ogus ,alex»nlrinum>. DasMittelalter Pflegte sich eines weniger kostspieligen' Materials zu bedienen.Mittelst gebrannter quadratischer Platten, die meist zu je vier ein Dessinausmachcn, bildete mau in den gothischcn Kirchen die Bcpflasterung.Zirkel, Kurven, Sterne, Kleeblätter, Rosen, symbolische Thicrgestaltcn,heraldische Embleme, belebt durch Bordüren und Sprüche, spielen ba ineinander und gewähren einen eben so zweckentsprechenden, als sinnvollenRcflcr der in dem Ganzen waltenden Formen. Die vorherrschenden Farbensind roth und gelb; je nach dem Maße des Aufwandes kommen indeß auchnoch andere Farben, selbst Gold vor, letzteres besonders in cingcschlosscncnCapellen und der nächsten Umgebung der Altäre. Im 14. und 15. Jahr-hundert findet sich dieser Schmuck, besonders in Frankreich und England,zu einem hohen Grade von Vollendung gebracht. In neuester Zeit habendiese Länder auch wieder die Initiative ergriffen, während Belgien auch