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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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jedes andere Laster mögen sie symbolisch darstellcn. Sodann entsprechensolche Vertikalröhrcn der ganzen, in sich zusammenhängenden alten Ein-richtung sür den Wasscrablauf nicht und sind außerdem der Orydation, deinFroste, überhaupt dem Verderben weit mehr unterworfen und weit schwererin Stand zu halten, als jene Vorrichtungen der Alten. Die bereits ge-machten Erfahrungen stehen dein Gesagten nur allzu bekräftigend zur Seiteund sollten wahrlich nicht unbenutzt bleiben.

Auch auf die Sicherung gegen Fcuersgcfahr ist Bedacht zunehmen. Es geschieht Pies sowohl durch -eine zweckmäßige Wahl des Ma-terials, als, und zwar vorzugsweise, dadurch, daß man die Kirche mög-lichst isolirt. Es möge gestattet sein, beiläufig hier die Frage aufzuwerfcn,warum nicht für die Kirchengebäudc eine wechselseitige Feucrassccuranz, etwavon Erzdiözese zu Erzdiözese gebildet wird, da gerade diese Gebäulichkeitendurchgängig am wenigsten gefährdet sind und den größten Nutzen für dieVersicherungsgesellschaften geben. Dieser Nutzen wäre gewiß zweckmäßigerin einen Fonds zur baulichen Unterhaltung der Kirchen umzuwandcln, wo-ran cs so häufig fehlt.

Der Bauführer hat aufs strengste die einzelnen Handwerker zu beauf-sichtigen, damit dieselben nicht in ihren gewohnten Schlendrian verfallenund den Kirchcnbau behandeln, wie die fabrikmäßig zu Stande kommendenDutzcndhäuscr, mit welchen unsere Spcculantcn die Städrc verunstalten.Wie viele Kirchcndächer von Blei sowohl, als von Ziegeln und selbst vonSchiefern waren nicht mosaikartig mit Figuren verziert, während die Firstenund Kanten in lilicn- und klceblattförmige Kämme und Bosen auslicfen!Unter der Hand der Restauratoren verschwand und verschwindet das Allesin der Regel spurlos, ja man weiß oft selbst nicht einmal, wo das Mate-rial geblieben ist. Traf doch sogar das hohe Chor des Kölner Domesjenes Schicksal! Der Mosaikschmuck des Daches, der vergoldete Lilienkammund das wundervolle Thürmchen mußten der nüchternsten EintönigkeitPlatz machen. Nicht minder sorgsam ist den Schlossern auf die Fingerzu sehen, welche dem Ucberhandnchmcn der Guß- und Fabrikwaaren gegen-über, ebenso wie die anderen Handwerker, meist ihr Heil in der Pfuschereisuchen zu müssen glauben. Besonders in Betreff der Thürbcschläge unddes Eiscngcrippcs in den Fenstern halte man sich, unter Vermeidung allesSchcimvescns und Blcchartigen, genau am Systeme der Alten, was dieStärke, die Art der Verbindung und Befestigung, überhaupt die ganzeForm betrifft. Ihrer Praris liegt allemal ein rationelles Motiv eine durchund durch erprobte Erfahrung und eine vollkommene Kcnntniß der Eigen-schaften des betreffenden Materials zum Grunde. Unsere Bau-«und Ge-werbeschulen stehen bekanntlich viel zu hoch, als daß sie von Derartigem