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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
Seite
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wesentlich gehören, denen überhaupt zum Nicderreißen jeder Grund gutgenug ist, lächeln freilich über solches Streben; allein mau muß sie ebenruhig lächeln und spötteln lassen; durch ihre eigenen Werke sorgen diesel-ben schon mehr als hinreichend dafür, daß der Spott und das Lachen ihnenzurückgcgeben wird. Außer dem zuvor in Betreff dieses Punktes bereits im All-gemeinen Bemerkten fallen auch noch Rücksichten der Pietät für die Orteins Gewicht, wo viele Geschlechter, von der Taufe bis ins Grab, sich fürdie zweite, bleibende Hcimath vorbereiteten, in welchen sich deren Traditio-nen gleichsam verkörpern. Solche allinählig mit der Bevölkerung ge-wachsene Anlagen sind in ihrer ganzen Erscheinung mindestens weitmalerischer, als die allerdings leichter hinzustcllenden Bauwerke aus EinemGusse, selbst wenn letztere zu den gelungenen gehören. Und nicht bloöwird fast mit sieben: Abbruche eines kirchlichen Bauwerkes das Land umeinen Typus ärmer, cs gehen nebenher auch meist noch wcrthvollc, umnicht zu sagen, unersetzliche Einzelheiten, wie Ucbcrrcste von Wand- undGlasmalerei, Sculpturen, Eisenwerk, Fließe u. dgl. m. mit zu Grunde.Diese Dinge sind aber, bei aller Unscheiubarkeit, um deswillen von Be-deutung, besonders für den einsichtsvollen Praktiker, weil die stylgcrechteAusstattung einer Kirche säst mehr Schwierigkeiten darbietet, als dieGcsammtanlagc, wofür die Muster sich leichter finden und nachbildcu*lassen.

Damit die Pläne verständlich sind und die erforderliche Garantie insich tragen, sind mindestens folgende Zeichnungen von: Baumeister zu ver-langen:

1) ein Grundriß des Gebäudes mit der inneren Disposition.

2) Aufrisse der verschiedenen Fronten.

3) Längcndurchschnitte der Nord- und Südseite, und zwar in einerGröße, daß jedes einzelne Glied ganz erkennbar hcrvortritt. Eine160 Fuß lange Kirche würde beispielsweise zu diesem Ende eine Zeichnungvon etwa zwei Fuß Länge erfordern. Alle Details sind außerdem in ^2der natürlichen Größe beizufügen.

4) Ein dctaillirtcr Kostenanschlag nach den OrtsPreisen.

Sicht man strenge darauf, daß diesen Anforderungen pünktlich ent-sprochen wird, so ist der Quacksalberei ihr Treiben schon wesentlich erschwertund dahingegen der Tüchtigkeit ein bedeutender Vorschub geleistet.

Mit einen: guten Plane ist es natürlich nicht genug; auch auf dieAusführung kvnunt es wesentlich an. Dieselbe ist vorerst durch dieQualität des Materiales bedingt. Die Kühnheit und Leichtigkeit der altenBauten erklärt sich zun: Theil durch die vertraute Bekanntschaft der dama-ligen Meister mit der Natur der von ihnen verwendeten Materialien,