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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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fand. Von dieser Akademie nun ward 1673 jene erste Kunstausstellungveranstaltet, auf welcher 140 Werke von 50 Künstlern figurirten, derenNamen zum guten Thcile noch jetzt einen Klang haben. Auf den weite-ren Ausstellungen, die gleichfalls noch unter Ludwig XIV. statt hatten,fanden sich im Ganzen 520 Bilder ein und so fort immer mehr. Zu Na-poleons Zeit im I. 1812 stieg die Ziffer auf 1327, unter der Restauration(1827) auf 1820, unter Louis Philipps Regierung (1833) auf 2925 undendlich im ersten Jahre der zweiten Republik bis zu 5180 Artikel! In demMaaße, in welchem die Zahl der Werke, so wie das Gcjubcl darüber inden öffentlichen Blättern zunahm, nahm die der Cclebritätcn unter denContribucnten ab und wurden die Klagen der wenigen wirklichen Kennerüber das Umsichgreifen des Verfalles der Kunst und der Verflachung derKünstler lauter. So verhält es sich aber nicht blos in Frankreich, sondernallcrwärts. Ich habe Hunderte von Ausstellungen in den verschiedenstenLändern gesehen; auf allen befand sich selbst das Mittelgut noch in derMinorität; Ausgezeichnetes (zumeist Landschaften) kam nur höchst spora-disch vor; der große Hausen war überall ein wirres Durcheinander vonstumpfen, abgcquälteu Producten, deren ganzer geistiger Gehalt aus eini-gen Modell- und Gypsstudien rcsultirtc. An diesem Durcheinander bildetdenn das kunstlicbcndc Publicum seinen Geschmack und sein Urthcil, unterAnleitung der Kunstblätter und Feuilletons, welche nicht müde werden,von den Triumphen der Aussteller und densich immer' erfreulicher gestal-tenden Resultaten' der neuesten Kunstbcstrcbungcn" zu berichten. Statteinem Bedürfniß der Gesellschaft zu entsprechen, fällt ihr diese Ucbcrprv-duction nebst den Producentcn sogar förmlich zur Last. Von einem rich-tigen Takte geleitet sind die Vereine, denen zunächst der Vertrieb obliegt,daraus gekommen, mit diesen Ausstellungen Lotterien zu verbinden; cs istgewiß ganz angemessen, daß «der Zufall, welcher die Werke zusammcuwür-felt, demnächst auch den auserlesenen ihre Bestimmung anweist, währenddie übrigen so lange von Ausstellung zu Ausstellung wandern, bis end-lich auch ihrer einmal vielleicht das Glücksrad sich erbarmt.

Als Kinder desselben Geistes, des akademischen nämlich, sind noch dieGallerten und Museen zu erwähnen. Diese Anstalten, namentlich dieletzteren, sind gleichsam der todte Niederschlag schöpferischer Zeiten, oder,wenn man lieber so will, Bcinhäuscr zur Ansammlung der Gliedmaßenvon zerstörten Kunstorganismcn. Theilweisc hilft man sogar den Organis-mus zerstören, um die Collection mit einem Bruchstücke desselben zu berei-chern; jedenfalls ermuntert inan indirect hierzu. Wie manches Altar- und^ Heiligenbild wäre noch an der Stelle, für welche der fromme Stifter esbestimmt und der Künstler cs gefertigt hat, wie manches Kirchcngcräthe