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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
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indcß, daß ich unter allen Umständen an derDankbarkeit und Bereitwil-ligkeit" dieser Schichte des Publikums, im großen Ganzen genommen,vorzugsweise zweifle. Gerade aus ihr ist der christliche Geist, aus wel-chem allein die christliche Kunst ihre Nahrung schöpfen kann,am meisten verschwunden, in ihr ist das religiöse Bewußtsein am tiefstenerschüttert, die moralische Kraft am meisten verbraucht; sie eben muß erstwieder verjüngt, dcmatcrialisirt werden; es kann dies aber nur gescheheneben durch die Kirche. Unter die Obhut der Kirche ist 'aber nicht bloSdie Wahrheit, sondern auch das Schöne gestellt; für sic ist cs Beruf, umnicht zu sagen Pflicht, letzteres zu Pflegen und ihm die höhere Weihe zucrthcilcn: die Kirche ist, wie Möhler sagt, auchdie höchste Schönheit, alsdie Verstnnlichung Christi selbst." Vor Allem also wird sie ihrem Idealenachzustrcbcn haben, um den Gebildeten wie den Ungebildeten vorzulcuch-tcn, dieselben in ihre Kreise zu ziehen und zu bannen; sie allein ist aberauch im Stande, die Kunst wieder in alle Poren des Lebens dringen zumachen, indem sie fort und fort tönend und strahlend ihren inneren Rcich-thum nach Außen hin entfaltet. Das aber ist gerade der Stein des An-stoßes, namentlich für jeneGebildeten". Man mag wohl die Früchte undden Schatten, aber nicht den Baum, der sie gewährt. So oft schon hatman denselben für verdorrt oder verfault ausgcgeben, und doch soll er im-mer wieder aufs neue Blumen und Früchte treiben, deren Duft und Glanzunwidcrsprechlichcs Zeugniß von der Sonne ablcgtcn, an welcher sic keim-ten und reiften! ein solcher Gedanke ist unerträglich.

Dchsc Hindcutungcn werden schon genügen, nur den Zwiespalt zwischenden Principicn und den Consequcnzcn, zwischen der Theorie und der PrariSin jenem ästhetischen Lager zu erklären, in welchem die christliche Kunstwieder Zutritt hat, so wie auch den darin bald hier bald dort auftauchen-dcn Verdacht, daß sic nicht als Freund in dasselbe komme, sondern alsSpion, endlich auch jene unbestimmte Angst, die sich bald durch gezwunge-nes Jgnorircn, bald durch ungcbcrdiges Hcrauspoltern zu erkennen gicbt.Die aufgeregte Phantasie sicht hinter jeder Fiale, aus jedem Laub-, Bild-und Maaßwcrk einen Großinquisitor, oder mindestens einen Jesuiten her-vorlauschen, ja die ganzemoderne Kultur" ist gewissermaßen in Fragegestellt, wenn die gothische Kunst des Mittelalters wieder zur Herrschaftgelangen sollte. Gibt doch bereits der Rccenscnt in den Grcnzbotcn demmodernen NltramontaniSmus" schuld, über Petrarca, Leo X., Rafael,Michel Angclo, Ludwig XI., Shakespeare u. s. w. denBannfluch" ge-