dreißig Jahre lang irrgelcitet? * Doch über diesen Ge-genstand vermag ich jetzt nichts mehr zn schreiben. Ich»mß die Feder hinlegen und Witt morgen versuchen, obich wieder zn demselben znrückkchrcn kann.
„Nun denn! ich sage, Sic haben ihm nicht Gerech-tigkeit widerfahren lassen. Ich bitte Sic diesen Charakternmznschmelzen und dem Andenken eines Mannes genngzn-thnn, den, um ihn zn bewundern, man nur zu sehen, undum ihn zu lieben nur zn kennen brauchte.
„Von mir hingegen—der eitlen, stolzen Plamna-chcrin und nnwcibllchen Pflegerin bitterer Gedanken undfinsterer Anschläge — welch ein schmeichlerisches Bild ha-ben Sic von mir entworfen! In jener Schmeichelei gibtsich die beste Verhüllung für mich kund, und eben deshalbwill ich Sic nicht bitten das Bild zur armen und nnlie-benswürdigen Wahrheit hcrabzuschattiren. Allein wäh-rend ich bang beschämt fühle, daß Sie vollkommen richtigjene scheinbare Vernachläßignng gegen den thenrcn Tod-tcn beschrieben, die aus dem Stolze entstand, der sich selbstvernachläßigt glaubte, sagten Sic bei weitem nicht genug,nichtden hundcritansendsten Thcil von der wirklichen Liebe,
* Der Leser wird mich bei dieser Stelle von der Klage frei-sprcchen, als sch ich ungerecht gegen Grdolvhlns Charaktergewesen. Diese Stelle drückt ganz die Wahrheit ans, dieich durch meine Schilderung dargethan habe» will — dieEinflüsse nämlich der wirtlichen Welt auf den idealen undimaginative» Geisteszustand.
Am», d. Vers.