Druckschrift 
5 (1840)
Entstehung
Seite
31
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Meine Nerven sind erschlafft, und ich rede llnsinn, Reichemir deinen Arm Constanze, wir wollen in den Saal gehenund Musik machen lassen,"

lind diese ganze Nacht hindurch wachte Constanzeam Bette Godvlphins, und war Zeugin von dem stum-men Schrecken, der sich seiner in seinen Zuckungen, indem Schaum ans seinen Lippen und in dem Geschrei be-mächtigt hatte, das er ansstieß. Für ihre Mühewaltungund Sorgsamkeit aber ward sie belohnt, denn als der Taganbrach, haftete Godvlphins Dankblick an ihr; der ge-rührte Gatte zog meinend sie an seine Brust, und riefGott an, sic für ihre Liebe zu segnen.

DrcinndsechszigstcS Kapitel.

Constanze bei der Prophetin.

Ein seltsamer Verdacht war in Constanzen aufgestie-gen, und um Godvlphins Wille» beschloß sie, näher in derSache zu forschen. Sie wickelte ihre stattliche Gestalt ineinen Mantel, setzte einen großen, sie verstellenden Hutauf, und begab sich in die Wohnung der Dame Liehbur,Die Mohrin öffnete der Gräfin die Thür, Des Mäd-chens seltsame Kleidung, ihre afrikanische Hautfarbe undihre durch lange, flimmernde Ohrgehänge hervorgehobe-nen Züge lockten, indem sie zu dem ercentrischen Rufe derGebieterin sich gar wohl schickten, ein feines Lächeln auf