die nun, je weiter Lucilla sich von ihm entfernte, umsobleicher würben, um endlich ganz zu verschwinden.
Um diese Zeit auch ward in Gvdolphins ganzem We-sen eine Umwandlung sichtbar, die sich sogar allmälig inseiner Denkweise äußerte. Zerstreuung hörte auf, ihmlockend zu seyn; der leichte Witz seiner Parasiten fand kei-nen Eingang mehr bei ihm; äußere Pracht hatte ihrenGlanz für ihn verloren, und der frühere, wählerische,sirengheischende Durst nach Idealen, der ihn in seinenbesseren Lebenszwecken getäuscht hatte, fing jetzt an, allenReizes für ihn zu entbehren.
Dte Umwandlung war natürlich, und deren Ursachenlassen sich leicht bestimmen. Gvdolphin war nämlich zujenem Alter gelangt, in welchem eines jeden Mannes Cha-rakter großer Beränderung unterworfen ist. Er war indie Krisis des LebenSsiebcrs getreten, in welcher unserGeschick eine neue Wendung nimmt, und unser moralischerTod, oder unsere moralische Wiedergeburt durch das stilleSchwanken, durch die feierliche Entscheidung der Stundebesiegelt wird. Zn der Grenze des Mittlern Alters gelangt,findet eine äußere Umgestaltung des ganzen Systems beiuns Statt; unerwartete Symptome, so in unserem kör-perlichen , wie geistigen Wesen, geben sich kund. Es trugsich zu, daß in dieser kritischen Periode ein Zufall, einUmstand, eine Geringfügigkeit Gvdolphins lange Zeitunterdrückt gewesene, doch niemals erstickte Liebe zu Con-stanzen wieder erweckte. Die Herrschaft der Leidenschaft,die Magie holder Uebereinstimmung, das unvertilgbare