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Constanze fühlte, daß ihren wohlwollenden Absichtenkeine Erfüllung zu Theil werden würde, nnd konnte sichnun nicht entschließen, ob sie ihrem Manne ihre Unterre-dung mit der Tochter Volkmans mittheilcn sollte oder nicht.Sie kannte die innige, krankhafte nnd schmerzliche Theil-nahine, welche in Gvdolphin durch das Andenken an jenesphantastische und tranmerfüllte Mädchen erweckt wordenwar, nnd zitterte vor den Gefühlen, die sie rege machenmögte, wenn sie auch nur ein schwaches Bild von dem gei-stigen Zustande der Nermsten entwürfe, in deren Lebens-lauf ihr Gatte so düster cingcgriffcn hatte. Endlich wardsie mit sich einig, wenigstens so lange ihre Zusammenkunftmit Lucilla geheim zn halten, bis ihr jede Hoffnung, dieSterndentcrinwieder anfzusinden, entschwunden sehn würde.Sie ward in diesem Entschlüsse dadurch gefestigt, daß siebemerkte, Godolphins Eemüthslage wäre, seit der jüngststattgehabten Aufregung wieder ruhiger worden, so daßihr Gatte augefaugcn hatte, oder doch schien, als hätte eraugcfangen, die Erscheinung Lucilla's vor seinem Fensterfür Täuschung einer erhitzten Phantasie zu halten. SeineNächte brachten ihm wieder Schlaf und hielten ihn fernvon qualvollen Träume-n; so daß sogar die kältere undmit weniger Einbildungskraft begabte Constanze sich kaumdes Gedankens erwehren konnte, es hätte, als Lucillanahe war, zwischen der Sterndeutern: und Gvdolphin einegeheime und übernatürliche Sympathie obgewaltet, durch-weiche ihm jene nächtlichen Träume erzeugt worden wären,