Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
Seite
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„Ei nun, wer wär'S denn auch?" rief Godolphinenergisch.

„Ich bin'S/' sagte Radrlyffe trocken.

„Sie? — Hm!"

„Sie zweifeln an meinen Worten?"

„Dazu Hab' ich kein Rech,. Aber sind Sie nicht ehr-geizig? lind ist der Ehrgeiz nicht geschwängert mit Angstund Sorge, mit Aerger, wenn's ihm mißlingt, mit Täu-schung, wcnn's ihm glückt? Beweiset nicht das bloß«Wort Ehrgeiz, das heiße, das Verlangen etwas zu seyn,was man nicht ist, zur Genüge, daß man mit dem, wasman ist, nicht zufrieden ist?"

„Sie sprechen vom gemeinen Ehrgeiz," entgegneteNadclpffe.

„Ei, Sie erhabener Weiser! Welche Art von Ehr-geiz besitzen Sie denn?"

„Keinen Ehrgeiz, den Sie meinen. Sie sprechenvom Ehrgeiz um des JchS willen; mein Ehrgeiz ist einEhrgeiz nm Anderer willen. Vor einigen Jahren kam esmir, daß ich mir das zum Lebenszwecke machte, was ichfür das Wohl meiner Mitmenschen hielt. Sie lächeln?Nun, ich gebe meine Träume nicht für Tugenden aus;allein Philanthropie ward mein Steckenpferd, wie Bild-säulen das Ihrige abgcben. Zu Erreichung meines Zwe-ckes bedarf es, wie ich sehe, großer Veränderungen, undfür diese nun arbeite ich. Mittlerweile bin ich nicht blindfür den Ruhm; vielmehr tracht' ich, ihn zu erlangen; dochwurde er mir nur gefallen, wenn er aus gewissen Quellen