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Einnndfüiifzigstes Kapitel.
GodotvbinS Lebensweise. — Einfluß der Meinung und des Ver-spotten» auf die Gemüthcr der bevorrechteten Stände. LadyErpinghamS Freundschaft mit Georg den, Vierten. DessenLebensweise.
Godolphins jetzige Lebensweise war genau diejenige,welche ein sehr reicher und gcistpoller Mann ganz natür-lich zu verfolgen hat; sie war üppig, aber verfeinert. Go-dolphin war zu dem Alter gelangt, in welchem die Poesiedes Herzens immer mehr schwindet. Geld stand ihm fastsonder Maß zu Gebote : zu Anstrengung hatte er durchauskeinen Beweggrund, und er suchte jetzt im Vergnügen das,was er früher von der Nomantik verlangt hatte. Indemer, wie wir gesehen haben, jeden Ehrgeiz verachtete,konnten seine Fähigkeiten und Talente sich in keinem an-deren Kreise als dem bewegen, den die „vornehme Welt"darbot; und allmälig wurden diese Welt und deren Beifallund Rücksichtnahme ihm wichtiger, „als seine Philosophiees sich träumen ließ." Zn welchem Kreise wir auch lebenmögen, stets wird, ob früher oder später, die öffentlicheMeinung solchen Kreises einc Controle über uns erlangen.Aus diesem Grunde werden auch die stärksten Geister end-lich durch das Vergnügen frivol gemacht. Der Rechts-verweser, der Volksvertreter, der Gelehrte—-Alle mitein-ander werden unmerklich durch das llrthcil desjenigenKreises, dem sie angehören, und durch den Kreis, in wel-chem sic sich bewegen, geleitet, gebildet und umgesvrmt.