Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
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unten, daö Haupt entblößt, der Liebhaber, der die Musikerbegleitete, und nicht von sonderlich hohem Stande zu sich»schien. Aber in seinen, zum Fenster hinauf gerichtetenBlicke lag eine Innigkeit, eine Ehrfurcht, wodurch inLucilla's Gemüth alle schonungslose Bitterkeit des Gegen-satzes und des Erinncrns wieder rege gemacht ward. DieSerenade begann. Das Lied, das mau sang, war un-aussprechlich lieblich und rührend, und Sang und Musik-begleitung waren in jene schwankende Melancholie getauchtdie, wenn nicht von der Leidenschaft, doch von der Zärt-lichkeit der Liebe unzertrennlich ist. Willenlos lauschteLucilla, und allgemach hatte der Zauber seine Wirkung.Ihres Herzens Schwere und Bestürzung schmolzen säuftdahin, so daß ihr erleichternde Thräucu kamen, und sieseufzend unh schluchzend ansrief: „Glückliches, glücklichesMädchen — D n wirst geliebt!"

Lasten wir hier de» Vorhang oor Lucilla fallen. Oft,o Leser! wirst Du Dich dieses Gemäldes erinnern, wirstoft sie vor Dir sehen, wie sie allein, und schwer am Her-zen erkrankt, weinend im Zwielichte durch die Gassen Romswankt!

Drciundvierzigftes Kapitel.

Liebe stärker und nicht minder bitter als rer Ted.

Als Godolphin nach Hause kam, fand er die Thüroffen — er eilte an den Tisch , auf welchem er nachlässig