Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
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begab. Unwillkürlich fuhr er zurück, als er jetzt die Schau-spielerin erblickte; sie hatte ihr früher gegebenes Verspre-chen gelöset: sie war geründeten Körpers worden. Inihrer Kleidung wies sich etwas Theatralisches, jedochnichts Unstatthaftes; ihre schönen Anne und Hände warenmit Geschmeide geschmückt, und jenes unbeschreibliche We-sen, das von der Bühne Zengniß giebt, war jetzt »»gleichmehr als ehedem an ihr bemerkbar; immer aber sah mansie frei, frohsinnig und leichtherzig wie sonst, und nochimmer klang ihre Stimme silbernlieblich, als sie den Lordbegrüßte, und ihn wcgendes von ihm mitgcbrachten Freun-des befragte. Gvdvlphin ließ seinen Mantel fallen, undim nächste» Augenblick hatte die Schauspielerin mit einemallerliebsten natürlichen, und doch bühnenhaft hervorge-stoßencn Schrei steh ihm in die Arme geworfen.

„Doch halt! ich vergaß, Du bist—Sie sind jetztverheirathet," sagte Fanny mit einer scherzhaften ehrerbie-tigen Verneigung. „Seit wie vielen Jahren sahen wireinander nicht; dennoch Hab' ich Ihrer nicht vergessen, ob-wohl das Nvllenlernen unser Einem das ganze Gedächtnisin Anspruch nimmt. Ach! Ihr Haar — cs war so schön!es hat die Hälfte seiner Locken eingebüßt nnd ist viel dün-ner worden. Ich sollte das nicht sagen, allein ich redestets die Wahrheit, und bei Ihrem Anblick erwärmt sichmir das Herz so sehr, daß all' meine Gedanken aufthanen."

„Nun," sagte Lord Falconer, der unterdessen miteinem eben nicht hübschen Schovßhnnde gespielt hatte —„werden Sie endlich auch an mich denken?"