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Ecke eine Laube stand — Alles wies sich sauber. DasHaus war erst srisch weiß übertüncht worden, hatte seineBcranda und seine Spiegelglasfenster mitMahagvni-Vor-satzrahmen. Hie und da war, „um Geschmackes willen,"eine gothische Verzierung angebracht; und durch eines derFenster im Untergeschoß zeigten sich im Lichterschein kar-moisin seiden mit Gold überzogene Lehnstühle und dahingehörender Schmuck — Ludwig der Vierzehnte in einerNußschale! Der Leser wird jetzt das Hans so genau ken-nen, als ob er selbst in demselben gewohnt hätte. Damenvon Fanny Millingers Zuschnitt haben jederzeit dieselbeArt von Wohnung. Es ist zum Erstaunen, welchen über-einstimmenden Geschmack sie besitzen: und junge Lebe-männer neunen es ebenfalls „Geschmack," und abmen dieMode in ihrem kleinen Tnscnlum in der Capellenstraßenach.
Nachdem unsere Beiden vom Cabriolet eine gothischeVorhalle, von zweinnddrcißig Geviertfuß und ein ovalesTreibhauszimmcr, mit einem Flnßgott in seiner Mitte,durchschritten hatten, standen sie vor Fanny Millinger.
Godvlphin war allerdings nicht wenig neugieriggewesen, das hübsche, offene und lachende Gesicht wieder-znsehen, das so freundlich in seine Knabenzcit geblickthatte, und Erinnerung rief ihm jenen Svmmcrabend zu-rück, an welchem er, der junge Abenteurer, mit so ganzanderen Pnlsschlägen als jetzt in seiner Abspannung, undeinem, vom Stolze der ihm so neuen Unabhängigkeit hoch-klopfenden Herzen sich zum ersten Male hinaus in die Welt