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„Ich habe Dir Deinen Hut geholt, Perch," sagteConstanze; „Du vergissest, daß Thau fällt, und daß DeinKopf unbedeckt ist,"
„Dank Dir," versetzte Perch liebreich, obschon Con-stanze meinte, der Dank hätte sich wärmer geben mögen,„Wie schön ist diese Stunde! Blick hinüber, wie die Son-nenstrahlen noch an jenen unsterblichen Höhen haften.Sieh jenen vereinsamten grauen Thurm ans der fernenEbene — umher die Pinien — hör' ihr Seufzen! Dassind fürwahr Schauplätze der Dryaden und des Fauns:Schauplätze, ans denen unser ganzes Wesen in Liebe zer-schmelzen könnte. Ach! die Natur beabsichtigte uns nie fürdie öden und finsteren Kreise, die wir selber uns ziehen.Blick' umher, Constanze, wie steht ans jedem Blatt ihresprächtigen Buches mit glühenden Lettern der Eine Wahl-sprnch geschrieben: 'Liebet, und seyd glücklich!' Duantwortest nicht? Meine Gedanken dünken Dich kalt zusehn?"
„Sie flüstern mir zuviel von dem Epikuräer undseinen Roscnblättern," versetzte Constanze lächelnd, „Bes-ser gefällt mir jener düstere alte Thurm, der Kunde vonglorreichen Kämpfen und hochherzigen Thaten giebt, alsall jene mildere Landschaft, auf der die jetzige Entwür-digung des Südens verzeichnet zn sehn scheint,"
„Du und Deine Engländer," sagte Godvlphin miteiniger Bitterkeit, „Ihr schwatzt von der Entwürdigungmeiner Italiener in einem Gewäsch, das, ich gesteh's, michfast rasend macht,"