468 Geschichte der Krenzzüge. Buch VIII. Kap. XIV.
^-üz.r' die Absicht geäußert hatte, im Frühlinge des folgenden Jahrsmit einer großen Macht den Krieg gegen die Ehristen fvrrzn-setzen, und daß auch die Mogolen das heilige Land mit einemEinbrüche bedrohten: so sandte er den Erzbischof Aegidiusvon Tyrus nach Frankreich und in die bischöflichen Spren-gel von Metz, Tonl, Verdun, Lüttich und Cambray, umdaselbst das Kreuz zu predigen"^, und beauftragte zugldtch-den Erzbischof, für eine Summe Geldes, welche zur Be-streitung der dringendsten Bedürfnisse des heiligen Landeserfordert würde, de» Ertrag des Hundertsten, welcher inFrankreich und einigen angrenzenden Ländern erhoben wer-den sollte, dem Könige von Frankreich zu verpfänden. IndemUrban diese letzte Angelegenheit dem Könige Ludwig in einemzweytcn Schreiben"') vortrug, bemerkte er, daß besondersdie Burg von Joppe, welche den ersten Angriffen der Un-gläubigen ausgesetzt wäre, einer schleunigen Wiederherstel-lung und der Verstärkung durch neue Werke bedürfte, daßes aber rathsam seyn würde, das Geld, welches zu diesemZwecke verwandt werden sollte, nicht dem Grafen von Joppeanzuvertrauen, sondern die Verfügung darüber in die Händeeiniger frommen Männer mit Zuziehung des Patriarchenvon Jerusalem zu legen So wie in Frankreich, ebenso ließ Urban auch in England, Schottland, Norwegen undandern Ländern durch beredte Prediger das Wort des Kreu-zes verkündigen "). Auch ermahnte er den König von Na-varra, die zugesiandcne Erhebung des Hundertsten für die
48) Nainaldus a. a. O.
4») Erlassen zu Orvleto am 7. Ja».1264. Rainaldus a- a. O. §. ir.
So) Diese Verfügung erklärt sichaus dem oben S.4Z7 erwähnten Ver-hältnisse, in welchem damals der Graf
von Joppe zu dem Sultan Bibarsstand.
Z>) In England durch den Bischofvon Worcester, in Schottland durchden Bischof von S. Andreas, und inNorwegen durch den Erzbischof vonDronthcim. NainalduS a, a. O. §. 14