Kreuz predigten des ungarischen Meisters. 201
Neuntes Kapitel.
Äie Ermahnung, zur Errettung des heiligen Landes ssch^z^'zu waffnen, welche der König Ludwig au seine Unterthanendurch seine Brüder übersandt halte, blieb ohne erheblichenErfolg; dcnn die Berichte, welche die heimkchrenden Pilgervon dem Anstande der Dinge im Lande jenscit des Meersabstatteten, waren nichrs weniger als aufmunternd, und mitder damaligen Stimmung der Gemächer in Frankreich undden übrigen Landern der katholischen Christenheit war dieBegeisterung für die Sache des heiligen Grabes »ichi ver-einbar. I» den Provinzen Flandern und der Picardie standzwar um Ostern des Jahrs 125 r ein unberufener Kreuz-Prediger auf in dem ausgetretenen Cisterciensermönche Jak b,einem sechszigjahrigen Greise, welcher mit dem Veynamendes ungarischen Meisters bezeichnet wurde, in mehreren Lan-dern, selbst im Morgenlande sich unihergetrieben hatte, meh-rerer Sprachen, der französischen, deutsche», lateinischen undselbst der arabischen kundig war, und sich rühmte von derMutter Gottes durch einen Brief, den er beständig inseiner verschlossenem Hand hielt, aber Niemandem zeigte, denBeruf als Kreuzprediger empfangen zu haben. Diejenigenaber, welche ans seinen Händen das Kreuz empfingen undsich rühmten, Wunderkraft zu besitzen und durch Gesichte
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