448 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XIV.
Vierzehntes Kapitel.
Axx Verlust von Constantinopel fiel in die Zeit, kn wel-cher nach dem zu Viterbo am 25. Mai 1261 erfolgtenTode') des Papstes Alexander des Vierten der apostolischeStuhl erledigt war. Obwohl die römische Kirche damalsnur acht Cardinäle zahlte, weil Alexander der Vierte wah-rend seiner ganzen Regierung keinen Cardinal ernannt hatte:so verflossen dennoch mehr als drey Monate, ehe diese ge-ringe Zahl zu der Wahl eines neuen Oberhauptes der Kirchesich vereinigte; so sehr auch die gefährliche Lage des vonder Uebermacht des Königs Manfred bedrohten apostolischenStuhls selbst und die Bedrängnisse der Kirche im Morgen-lande und Abendlande zur Beschleunigung des Wahlgeschäf-tes aufforderlen. Da die Cardinäle unter einander selbst sosehr im Unfrieden waren, daß von ihnen keiner einem seinerAmtsgenossen die päpstliche Krone gönnte: so beschlossen sieendlich, einen andern Geistlichen auf den apostolischen Stuhlzu erheben, und wählten am Feste der Enthauptung Johan-nis auf den Vorschlag des Cardinals Johann Orsini denPatriarchen Jakob Pantaleon von Jerusalem ^), welcher
»t Schreiben des Papstes Urban IV. 2) WLästing LNinUcs IVliiioruman alle Prälaten der Kirche/ erlassen 1 . IV. x. »Sy. Fr. von Raumer/ Ge-rn Witerbo im September i2üi/ bev schichte der Hobenst. IV. S. 46Ü folg.RainalduS »st ». >261. §. 12.