Druckschrift 
7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
458
Einzelbild herunterladen
 

458 Geschichte der Kreuz züge. Buch VIII. Kap.XIV.

des Sultans dahin gelangte; und die Ritterschaft die-ser Stadt versuchte es vergeblich, durch Friedensanträgeden Zorn des erbitterten Sultans zu besänftige!!. Ihre Ge-sandten, welche nach dem Berge Tabor, wo Bibars mit sei-nem Heere sich gelagert hatte'"), kamen, fanden eine sehrunfreundliche Aufnahme, und der Sultan gab ihnen aufihre Anträge nur die kurze Antwort, daß sie, falls ihnender Friede lieb gewesen wäre, den Waffenstillstand erfülltund nicht seine Ankunft vor ihren Thoren abgewartet habenwürden, um zu unterhandeln; und als sie damit sich ent-schuldigten, daß sic von seinem Anzüge nichts gewußt hät-ten, so fuhr er fort:So man etwas ernstlich will, sobeweist man mehr Wachsamkeit. Wenn ihr behauptet, nichtsvon dem Anzuge unsers Heers gewußt zu haben, so ist daSnichts anders, als wenn ibr sagen wolltet, daß die Mengeder Thiere, welche das Land bewohnen, und der Fische,welche im Meere schwimmen, euch unbekannt wäre. UnsreScharen sind so zahlreich, daß in euren Häusern kein Winkelseyn kann, ans welchem ihr nicht beständig den Staub weg-zukehren habt, den nufere Reiterei) erregt; und das Getöseunserer Rosse hat die Ohren der Franken jenseit des, Meersund der Tataren in ihren Wüsten betäubt. Wenn ein sol-ches Heer bis zu euren Thoren gelangen kann, ohne daßihr es gewahr werdet, was wäre dann wohl dazu geeignet,eure Aufmerksamkeit' xn erwecken?" Nach einigen Tagenrief er die christlichen Abgeordneten wieder zu sich und legteihnen die Frage vor, was sie zu thnn gesonnen wären, wor-.ans sie antworteten:Den Waffenstillstand zu vollziehen."Bibars aber eröffnete ihnen seine Willcnsmeynung in fvl-

LA1 ^.VnikeäZo -iriral. M 05 l. V. Schreiben deö Papiteö Urban IV. zwbL. Makrisi bey Neinaud x. qag. scheu dem Berge Tabor und Nain.Nach dem oben lAnm.) erwähnte»