Bemühungen des Papstes füe den Kaiser Balduin. 451
mit sehr frohen Hoffnungen für die Zukunft Ptolcmais ver-2^b».lassen?). Seine ersten Bemühungen nach seiner Erhebungauf den apostolischen Stuhl waren deshalb keiuesweges denAngelegenheiten des heiligen Landes zugewendct; und daneben der Unterdrückung des Königs Manfred nichts ihm wich-tiger zu seyn schien, als die Bestrebungen seiner Vorgänger fürdie Vereinigung der Griechen mit der römischen Kirche fort-zusetzcn: so bemühte er sich mit großem Eifer, oie Wieder-herstellung des lateinischen Kaiserthnms von Constantinopelzu bewirken. Nachdem der unglückliche Kaiser Balduin, wel,cher nach der Flucht aus seiner Hauptstadt an den päpst-lichen Hof kam, durch seine Klagen und Bitten das Mit-leideu des Papstes und der Cardinäle erweckt, und eineGesandtschaft der Venetianer nebst einigen aus den Länderndes griechischen Kauerthums gekommenen Lateinern die Hülfedes römischen Stuhls zur Wiedereroberung von Constanti-nopel und zur Behauptung der griechischen Länder und In-seln, welche noch im Besitze der abendländischen Christen sichbefanden, mit eindringlichen Vorstellungen erbeten hatten:so sandte Urban der Vierte seinen Capellan Andreas vonSpoleto, Archidiaconus der Kirche zu Paphos, an den KönigLudwig den Neunten von Frankreich und die französilchen Prä-laten mit Briefen, in welchen er die Wiederherstellung des
y) „ Siebe, " schrieb er am Au-gust -2ÜZ dem Königs Ludwig IX.von Frankreich, „nachdem bis gött-liche Verseilung durch das Schwcrider Tataren, alS eine Ruche desZorns, die Treulosigkeit der Sarace-" nen gestraft und von ihrem Schmuzedas ganze Land von Haleb bis Je-rusalem gereinigt baite, hierauf auchdie Tataren vertilgt worden waren:so batten die Gläubigen in jenen Ge-
genden keinen andern Feind zu be-kämpfen als die Acgypier (Ladz-io-iiivs). Dadurch wurde die froheHoffnung begründet, dag es möglichfron würde, das Verlorene wieder zugewinnen und den frühem glückli-chen Zustand wlederherzuiiellcn " Dar-nalckns all a. I2ÜZ. L. Jakob Pan-taleon war Patriarch von Jerusalemvom I. irzü biS zum I, isSi.
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