Der Sultan Dibars Bondokdar. 425
Aegypten zurückkehrte: so überließ er seine» schwarzbraunenSklaven aus Kiptschak dem Sultan Malek assaleh Ejub,in dessen Dienste Bibars sehr bald von Stufe zu Stufe stiegund endlich zum Anführer der baharischen Mamluken er-nannt wurde. Aus Dankbarkeit gegen den Sultan Malekassaleh nannte sich Bibars auch als Selbstherrscher vonAegypten und Syrien auf seinen Münzen und in allen Ur-kunden, welche er ausstcllte, assalehi, d. i. der Mamluk desMalek assaleh
Nachdem Vibars in dem Kriege gegen den König Ludwigvon Frankreich durch glänzende Waffenthatcn sich ausgezeich-net, aber auch durch die Ermordung des Sultans Turanschahseinen Namen furchtbar gemacht hatte: so ward er in alleinnern Parteynngen, durch welche Aegypten seit dem Todejenes Sultans bewegt wurde, verwickelt, wandcrte, als derAthabek Aibek zum Selbstherrscher des Landes sich aufwarf,mit den baharischen Mamluken aus und kehrte erst nachAegypten zurück, nachdem der Sultan Malek annascr, indessen Dienst er sich begeben hatte, vor der Macht der Mo-golen flüchtig geworden war, wie oben berichtet wordenist *°). Auch an der siegreichen Schlacht bey Aiu Dschaluthnahm er im Dienste des Sultans Kotus Antheil.
Bibars war ein Fürst von unruhiger und unermüdlicherThätigkeit, und während seiner ganzen siebzehnjährigen Re-gierung verweilte er niemals lange Zeit an Einem Orte,sonder» zog fortwährend von einer Provinz seines Reichszur andern, oft mit solcher Raschheit, daß er innerhalbEiner Woche Kahirah und Damaskus besuchte"). Darum
L) Ltnittecta V. p. 44.
S) Wgl. oben Kn». 12. S. 3 Sy.io) Vgl. oben Kap. 12. S- 411.n) It tut arriva xlu» ä'une boir
L Damrs el an Oatrc. Nelnaud nachEbn Fcrach x. ü 3 g. Auch Wilhelmvon TrN'olth (!>i>nä OnoNcene x. 433)