424 Geschichte der Krenzznge. Buch VIII. Kcip. XIII.
sich zu behaupten, und Bibars wurde nach wenigen Mo-naten eben so in Syrien wie in Aegypten als Sultananerkannt *).
Obgleich der Sultan Bibars, der Mörder von zweySultanen, nichts weniger war als ein Mann von edlemSinne, vielmehr Grausamkeit und Rohheit die Hauptzügeseines Charakters waren, so besaß er gleichwohl große Ei-genschaften, und als tapferem und unerschrockenem Kriegerkonnte ihm unter den früher» Beherrschern der Saracenenkein anderer verglichen werden als der große Saladin. Erwurde schon in früher Jugend aus seinem Vaterlande, demLande Kiplschak, als Gefangener hinweggesührt und voneinem Sklavenhändler dem Malek al mansur, Fürsten vonHarnah, angeboten; und da Malek al mansur an demschwarzbraunen Sklaven, denn Bibars war von solcher Farbe,kein Wohlgefallen fand?): so kaufte ihn der ägyptischeMamluk Jdekin Vondokdar, welcher damals bey seinemHerrn, dem Sultan Malek assaleh Ejub, in Ungnade ge-fallen und nach Hamah geflohen war, und dort von demFürsten Malek al mansur als Gefangener bewahrt wurde.Als späterhin Jdekin Vondokdar, dessen Veynamen Bondok-dar, d. i. der Pseilträger, auch Bibars führte, von seinemHerrn wieder zu Gnaden ausgenommen wurde und nach
§) ^hulkesta I. L. x. Sog. 614. EinVersuch, welche» bald hernach derEmir Schamseddin Akusch al Barkimachte, die Herrschaft über Shrien ansich zu bringen, gelang eben so wenigals die Unternehmung des EmirsSandschar, ^t-ulkecka 1, e. x. 614 sg.
6 ! Seine Vaterstadt hieß Bardschab.
^hutteäae Arnual. mosl. l'. V. x. 44.
7) Nach einer von Neinaud aus
Ebn Fcrath (x.L 34 ) mitgetheilten Nach-richt verkaufte der Emir (wahrschein-lich Malek al mansur;, in besten Be-sch Bibars zuerst kam, ihn wiederwegen eines Fleckes in Einem Auge.Als dieser Emir vor Bibars, nachdemdieser Sultan geworden war, erschienlind von ihm an sein damaliges Ver-fahren erinnert wurde, so erblaßte ervor Furcht und bat um Gnade; Bl-barS aber suchte ihn zu beruhigen.