Ermordung des Sultans KotuS. 423
Wüste, welche Syrien von Aegypten trennt, ermordet 2 );^«.Bibars soll zu diesem zweytcu Morde dadurch bewogenworden seyn, daß ihm der Sultan Kotus die Statthalter-schaft von Haleb, um welche er bat, verweigert hatteAls die Verschworenen dem obersten Emir Fareseddiu Oktai,welcher mittlerweile mit dem Heere nach Salefiah vorge-rückt war und daselbst schon das Zelt des Sultans errichtethatte, die von ihnen verübte blutige Thal meldeten, so legteihnen der Emir die Frage vor, wer von ihnen den Mordvollbracht hatte, und als Bibars sich als Mörder nannte,so sprach Oktai: „Wohlan, so scy auch du Sultan." Nochan demselben Tage, an welchem Kotus durch die Schwerterund Pfeile der blutdürstigen Mamlnken gelobtet wordenwar, huldigte das ägyptische Heer dem Bibars, welcheranfangs den Titel Malek al kaher, d. i. der überwältigendeKönig, annahm, bald hernach aber, als ihm bemerkt wurde,daß auf diesem Titel kein Segen ruhte, und keiner derFürsten, von welchen er geführt worden sey, einer langenRegierung sich erfreut hatte, denselben wieder ablegte undsich Malek addaher, d. i. der siegreiche König, nannte").
In Damaskus warf sich zwar der Emir Almeddin San,dschar zum Sultan auf, als daselbst die Ermordung desSultans Kotus bekannt wurde; er vermochte aber nicht,
2) Am - 7 - Dsulkaadaü üzz24 Okt. I2üc>. ^UnUecin 1 . a. x. 604.606. Nach Abulfaradsch sLIiroii.S^r. I. «. Hist. Dynast, x. Zzg)wurde Kotus in der Nähe von Gazaermordet. Kosair war nach Abulfedaeine Tagereise von Salesiah entfernt.
Z) ^Nniseäa 1 . c. x. 606. NachWilhelm von Tripolis (axust Du-drcsii. 1. V. x. 4 SZ) beging BtbarSs^ämriatus Loiläoxsi) diesen Mord,
weil der Sultan KotuS den Nath,umzukehren und Pwlemais -u er-obern, nicht befolgen, sondern demBündnisse, welches er mit den Chri-sten geschloffen hatte, treu bleibenwollte.
4) .4i)nIIeüL 1. a. Den NamenMalek addaher drückt Wilhelm vonTripolis aus durch IVIcieoli Lw-Ket.Bibars führte auch den Titel: Abul-fotuh d. i. Vater der Eroberungen.