Druckschrift 
7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
419
Einzelbild herunterladen
 

Einbruch der Mogolen.

419

Glauben gewahrt hatte, sv wurde er durch die Nachrichten,^^,welche seit dem Anfänge des Jahrs 1260 über das Verfahrender Mogolen im heiligen Laude ei'ngiugen, sehr bald wiederenttäuscht. Nachdem durch die Feindseligkeiten, welche derFeldherr Kethboga wider Sidon geübt hatte, die Meinung dersyrischen Christen von den Absichten der Mogolen vollkommengeändert worden war: so trat an die Stelle ihrer ehemaligenfrohen Hoffnungen die Ucberzeugung, daß die Templer undHospitaliter aus dem rechten Wege gewesen waren, als sieden tatarischen Botschaftern, von welchen sie und alle übri-gen Bewohner des heiligen Landes bald nach dem Einbrüchedes Hulaku in Mesopotamien nnd Syrien zur Unterwerfungunter das Joch der Mogolen aufgefordert wurden, eiiimü-thig die Antwort errheilten:sie hatten die Ordenskleidernicht angelegt, um ein bequemes Leben zu führen, sondernum für ihren Heiland zu sterben; und wenn die tatarischenTeufel kamen, so würden sie die Knechte Christi auf demSchlachtfelde bereit zum Kampfe finden^)." Die Ein-wohner von Ptolemais, welche einen Angriff der mogoli-schen Horden befürchteten, zerstörten die Garten, welcheihre Stadt umgaben, so wie alle in diesen Gärten errichte-ten Thürme und die außerhalb der Mauer erbauten Häuser,und führten nicht nur die Steine dieser zerstörten Gebäude,sondern selbst von dem außerhalb der Stadt belegcnen Kirch-hofe die Leichensteine hinweg Die dortige Ritterschaftgestattete dem Sultan Kotus von Aegypten, als derselbemit seinem Heere nach Syrien kam, um daS Land von den

gz) Matllr. N-iris a. 12Z7. x. g?6.957. Aus Vieser Gesinnung der Temp-ler erklären sich die oben (S. lpsl er-zählten, wider die Mogolen undderen Unterchanen tni Gebiete von

Beaufort geübten Feindseligkeiten;denn Beaufort gehörte damals denTemplern. Wgl. oben S. 400.

86) Marin. Sanutu» I>. 22l.

Dd 2