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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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356 Geschichte, der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XI.

stets schwebten, nicht mehr rechnen; vielmehr waren sie ge-nöthigt, die nothwendigsien Bedürfnisse des Lebens, welcheihnen ans Frankreich, Italien, Romainen nnd Cypern, zu-geführt wurden, von gewinnsüchtigen Kauflenten und See-fahrern mit thenren Preisen zu erkaufen ^). Eine Hnngers-nvth war daher von den Bewohner» des heiligen Landesnicht abzuwenden, sobald cs den Saracenen gelang, diesyrischen Hafen, welche im Besitze der Christen waren, zusperren und die Schiffe, welche Lebensmittel nach Syrienbrachten, wegzunehmen oder zu zerstören; die Gefahr aber,mit welcher wegen der lauernden saracenischcn Seeräuber dieMeerfahrt nach den syrischen Hafen verbunden war, steigerteum ein Beträchtliches die Preise der Bedürfnisse, welche auSder Ferne nach dem heiligen Lande gebracht wurden.

Die christlichen Fürsten und Ritter, von welchen dasKönigreich Jerusalem und die übrigen Fürstenthümer undHerrschaften jenseit des Meeres waren gegründet worden,hatten mit einer beivundernswürdigen gesetzgeberischen Weis-heit und einer edlen Billigkeit die Verhältnisse der verschie-denartigen Unterthanen, welche ihrer Herrschaft sich unter-warfen, auf eine höchst zweckmäßige Weise geordnet; undihren weisen und billigen Anordnungen verdankte die christ-liche Herrschaft in Syrien ihre fast zweyhundertjährige Dauereben so sehr als der beharrlichen Ausdauer und unverdros-senen Tapferkeit der spätcrn Ritter des Kreuzes und deninnern Streitigkeiten der Saracenen. Der Herzog Gottfriedvon Bouillon nnd seine Waffengefährten konnten zwar demLande, welches sie unterjochten, nur eine auf Lehenrecht undLehengewohnheit,en gegründete Verfassung geben, weil siekeine Verfassung anderer Art kannten; und sie verpflanzten

8) WgN oben Kap- y. S. 30z.