Rückkehr Lud >vigsIX. nach § ra »krei ch. 347
bedürfen, so werde ich gern mit meiner eigenen Hand die^.^'Segeltane ziehen nnd jede andere erforderliche Arbeit ver-richten/^ Durch solchen Zuspruch wurden manche Seeleute,welche seit mehreren Jahren ihrer Sündhaftigkeit nicht ein-gedenk gewesen waren, bewogen, ihre Fehler und Mängelzu beichten bZ).
Die Pilger erblickten schon am folgenden Tage den Bergaz.Aprildes heiligen Kreuzes s») auf der Insel Cypern; und alsLudwig an diesem Tage den Scneschall Joinville daran er-innerte, daß das Fest des heiligen Marcus sein Geburtstagwäre, so gab Joinville zur Antwort: „ihr könnt wohl sagen,daß ihr wiedergebore» seyd, da ihr aus jenem gefährlichenLande euer Leben davon bringt." Nicht so glücklich alsder Anfang war die weitere Fahrt. Schon in der Nähevon Cypern gerieth das Schiff, auf welchem der König sichbefand, während eines dichten Nebels auf eine Untiefe underlitt eine so beträchtliche Beschädigung, daß der sonst uner-schrockene Ritter Olivier de Termes es nicht wagte, aufdemselben die Reise fortzusetzcn, sondern in Cypern bliebund von dort anderthalb Jahre später als die übrigen Pil-ger nach Frankreich znrückkehrte ^). Als diese Gefahr glück-lich überstanden war, so erhob sich ein schrecklicher Sturm,welcher die Schiffe an den Felsen der cyprischen Küste zuzerschmettern drohte und die Königin Margarethe vornehm-lich so sehr ängstigte, daß sie in das Gemach ihres Gemahlssich begab, in der Absicht, den König zu bitten, er möchteGott oder den Heiligen eine Pilgerfahrt Zusagen und dadurchdie Rettung aus dieser Gefahr erwirken. Als sie aber,
83) Laukriä. äc Ncllo loco x. 4g?.
84) l ^ raoncazoc üc Ii Qroix(bcy Len Griechen oßok or«l>(>or).loiriviNe x. 129.
85) loinvlllc x. Igi, 6uil. äere-rnA. p. Z61.