330 Geschichte der Krenzzüge. Buch VIII. Kap.X.
^ 2 sz? Doppelmauern waren zu übersteigen, und eine große Mengevon Türken vertheidigte den Platz, welchen die Ritter be-setzen sollten. Joinville aber ließ sich durch alle diese Schwie-rigkeiten nicht abschrecken, sondern erklärte, daß er die Türkenangreisen und den Serjanten, welche von neuem die Mauervon Paneas berennten, zu Hülfe kommen würde, weil esbefohlen wäre, von jenen Plätzen her die Stadt zu beren-nen, und ritt mit zwey seiner Ritter, welche ihn auf dieserHeerfahrt begleiteten, der übrigen Schar voran. Da derSeneschall sah, wie ein Serjant zu Pferde, welcher im Be-griff war, in die Stadt einzudringen, auf dem felsigenBoden dergestalt stürzte, daß sein Pferd auf ihn fiel: sostieg er selbst von seinem Schlachtrosse und führte dasselbeam Zügel. Die Türken erwarteten aber nicht den Angriffder königlichen Ritterschar, sondern verließen den von ihnenbis dahin vertheidigtcn Platz, von welchem ein in den Felsgehauener Weg zu der Stadt führte; worauf auch dieStadt von den Saracenen, welche dieselbe vertheidigtcn,verlassen wurde. Diese glückliche Wendung des Kampfesverleitete einige Ritter des deutschen Ordens, welche in derSchar des Grafen von Eu stritten, zu einer großen Ueber-eilung, indem sie wider den Rath des Seneschalls von Jo-inville die Türken, welche nach der auf der Höhe des Ber-ges gelegenen Burg sich zurückzogen, auf dem steilen undfelsigen Boden verfolgten; auch verleiteten sie die beydenRitter des Seneschalls zu derselben Unbesonnenheit. Dieseungestümen Ritter wurden bald inne, daß sie eine großeThorhcit begingen; denn die Türken hemmten nach ihrer ge-wohnten Weise sehr bald ihre Flucht, bedienten sich, da ihrehöhere Stellung ihnen großen Vortheil gewährte, ihrer eisernenKeulen mit furchtbarer Wirkung, rissen die Decken von denSchlachtrossen ihrer Feinde und trafen, als die Ritter in