Druckschrift 
7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
319
Einzelbild herunterladen
 

3t9

Ludwig IX. zu Joppe.

dert würde; und Ludwig gab diesem verständigen Narhe^^'Gehör ").

Die christlichen Barone und Ritter hegten ein gegrün-detes Mißtrauen gegen die Aufrichtigkeit und Glaubwürdig-keit der Verheißungen des Sultans Male! annascr vonDamascns und Haleb; denn seitdem der König von Frank-reich ein Vüudniß mit den ägyptischen Emiren geschlossenhatte, so war, ungeachtet dieses Bündniß nicht zur Vollzie-hung kam, dennoch der Krieg von ihm wider den Sultanso gut als erklärt; und die Kreuzfahrer hatten sogar selbstdie Feindseligkeiten eröffnet, indem sie einen damascenischenEmir erschlugen, welcher durch seine Schar das Getreideauf den Acckern einer drey Meilen von Joppe entlegenenOrtschaft abmähcn ließ"),i>d späterhin der Meister vonSt. Lazarus einen übel angeordneten Versuch machte, inder Gegend von Namlah eine den Saracenen gehörige Herdezu rauben "

Mittlerweile wurden die Umstande sehr bedenklich, als2-Ar.die Saracenen ihrem dreyjährigen Kriege im Frühlinge desJahres i 2 ?Z unter der Vermittelung des Ehalifen vonBagdad ein Ende machten durch einen Friedcnsvertrag,in welchem der Sultan von Damaskus den ägyptischenEmiren alles westlich vom Jordan gelegene Land von Sy-rien abtrat und sich nur die östlichen Gegenden vorbe-hielt "). Da seit diesem Friedensschlüsse die ägyptischenEmire keinen Grund mehr hatten, die ohnmächtigen Kreuz-fahrer zu schonen, so sagten sie sich von allen Verbindlich-keiten los, welche sie früher gegen dieselben übernommen

2z) loinv'Ue x. iiü. 2 ») inosl. 1 *. IV.

- 6 ) lolnvNIc x. log. a. (-»'fangend am 2. Mürz I25Z)

I>. .528 530 . Vgl. 3olLLvi11e x. n3.

27) ffoinville x. n2. uz. San. x. 220.